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13.10.16

Zukunft.Gesundheit.Digital
29. September 2016



Erfolgreicher Auftakt der „Zukunft.Gesundheit.Digital“-Veranstaltungsreihe

 

 

Unter dem Titel „Die Chancen der Digitalisierung für das Gesundheitswesen nutzen“ fand am 29. September 2016 die Auftaktveranstaltung zum neuen Format des bvitg „Zukunft.Gesundheit.Digital“ im Berliner Habel am Reichstag statt. Mit der Veranstaltungsreihe hat sich der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. den Auftrag gegeben, den Dialog über die Herausforderungen der digitalen Transformationen mit persönlich eingeladenen Vertretern aus Politik und weiteren Akteursgruppen des Gesundheitswesens zu führen. Der Fokus der ersten Veranstaltung lag auf der aktuellen und zukünftigen Bedeutung des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftspolitik für die Digitalisierung des Gesundheitswesens.

 

Den Impulsvortrag zu der Veranstaltung kam von Brigitte Zypries, der Parlamentarischen Staatsekretärin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Als zwingende Voraussetzung für eine intelligente Vernetzung im Gesundheitswesen benannte sie intensive Bemühungen um interoperable Lösungen. Sie betonte dabei, dass die Digitalisierung des Gesundheitswesens beim kommenden Nationalen IT-Gipfel von hoher Relevanz ist, dessen Schwerpunkt in diesem Jahr auf der Bildung in der digitalen Transformation liegt: „Nur wenn Akzeptanz bei professionellen Anwendern und den Versicherten geschaffen wird, kann die Digitalisierung im Gesundheitswesen gelingen. Digitale Kompetenzen müssen fester Bestandteil der Ausbildung von künftigen Ärztinnen und Ärzten sowie den Pflegeberufen sein.“

 

Anschließend kommentierte Prof. Dr. Volker Amelung, Geschäftsführer vom inav Institut, die Ausführungen und gab dem Wirtschaftsministerium einen klaren Auftrag mit: „Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie muss stärker Druck auf das Gesundheitssystem ausüben. Innerhalb des Systems gibt es keinen Anreiz zur digitalen Transformation von innen. Der Grund dafür ist fehlender Handlungsdruck, die Existenz von Quasi-Monopolen und Abwesenheit von Transparenz – für viele Akteure ist der Status Quo sehr komfortabel.“

 

Die Diskussion zusammenfassend formulierte Ekkehard Mittelstaedt, Geschäftsführer des bvitg, anschließend klare Hoffnungen an die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium: „Wir wünschen uns, dass das Wirtschaftsministerium die nötigen Impulse setzt, um die digitale Transformation mit Strategie im deutschen Gesundheitswesen anzugehen. Die Digitalisierung muss dabei bestehende Prozesse und Strukturen durchdringen und nicht als Zusatzangebot verstanden werden.“ Und weiter: „Innovationen müssen in Deutschland in die Regelversorgung kommen. Ein Flickenteppich an Selektivverträgen kann nicht zur flächendeckenden Verfügbarkeit von interoperablen digitalen Lösungen führen.“

 

Der erfolgreiche und zahlreich besuchten Auftakt wurde von den Veranstaltungspartnern Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions GmbH, medatixx GmbH & Co. KG und VISUS Technology Transfer GmbH ermöglicht. Noch in diesem Jahr soll eine weitere Veranstaltung folgen, deren Termin demnächst bekannt gegeben wird. Bis dahin können Informationen zu der vergangenen Veranstaltung im Trendbrief Nr.1/2016 nachgelesen werden.

 

Über ZUKUNFT.GESUNDHEIT.DIGITAL

Der Megatrend Digitalisierung fordert die Wirtschaft und Gesellschaft fundamental heraus. Vor diesem Hintergrund hat der bvitg unter der Überschrift „Zukunft.Gesundheit.Digital“ im Herbst 2016 einen gesellschaftspolitischen Dialog im exklusiven Rahmen gestartet. „Zukunft.Gesundheit.Digital“ steht vor dem Hintergrund einer auslaufenden Legislaturperiode im Zeichen der anstehenden Bundestagswahlen.