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Greifswald geht mit Forschung online

Foto: © Unimedizin Greifswald

25.04.18 · 

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Doppelter Sprung nach vorn: Die Universitätsmedizin Greifswald schließt sich dem MIRACUM-Konsortium an und kommt mit der Integration von Krankenversorgung und Forschung voran.

 

An der Universitätsmedizin Greifswald läuft der Wechsel auf das neue Klinische Arbeitsplatzsystems (KAS) auf Hochtouren. „Wir haben den Parallelbetrieb aufgenommen und sind derzeit in der Übergangsphase, in der alle Abteilungen den Umgang mit dem M-KIS lernen“, sagte Matthias Meierhofer, Geschäftsführer der Meierhofer AG, bei der conhIT zu E-HEALTH-COM. Am 1. Juli 2018 soll dann der Produktivstart erfolgen, später als ursprünglich geplant, aber rechtzeitig für das nächste große Projekt der Greifswalder, die Teilnahme am MIRACUM-Konsortium der Medizininformatik-Initiative des BMBF. 

 

Im Rahmen dieser Initiative müssen die Krankenhäuser bekanntlich ein Datenintegrationszentrum (DIZ) aufbauen und mit klinischen Daten für die Verbundforschung ausstatten. Das soll in Greifswald unter Einbindung des so genannten KAS+ geschehen. Die Integration von Krankenversorgung und Forschung ist Kernbestandteil dieser Plattform. Die Teilplattform Forschung – CentraXX der KAIROS GmbH – war eine der Kernkomponenten der damaligen Ausschreibung der Universitätsmedizin Greifswald.

 

Die Integration der Systeme wurde live auf der conhIT gezeigt. So werden u.a. die für die klinischen Studien relevanten Daten aus M-KIS automatisch in die Forschungsplattform übernommen, soweit sie in der klinischen Dokumentation bereits existieren. Hierzu findet das standardisierte offene XML-Format Verwendung. Der Kliniker muss dann nur noch jene Daten in Forschungsformulare eingeben, die für die jeweilige Studie zusätzlich erforderlich sind.

 

Diese Forschungsformulare werden – nur für registrierte Studienteilnehmer – über eine Einbettung aus der Forschungsplattform im selben System angezeigt. Dabei ist CentraXX in Echtzeit in der Lage, aus hinterlegten Einschlusskriterien konkrete Rekrutierungsvorschläge in M-KIS zu hinterlegen. Die Rekrutierung für eine Studie beginnt dann im selben System mit einem Klick zur Erfassung der Einwilligung. An diesem Punkt gibt es eine weitere Integration, nämlich mit der Plattform der Treuhandstelle. Ihre Erfahrungen und Softwarelösungen für diese digitale, automatisierte Erfassung und Verarbeitung der Einwilligungen bringt die Universitätsmedizin Greifswald als Kompetenzzentrum in das MIRACUM-Konsortium ein.

 

 „Die DIZ-Architektur von MIRACUM ist in vielen Teilen deckungsgleich mit der des KAS+. Wir sind optimistisch, dass wir gerade in Hinblick auf die EU Datenschutz-Grundverordnung einen wichtigen Beitrag zu MIRACUM leisten können,“ sagt Prof. Wolfgang Hoffmann, Leiter der Core Unit Research Data Management der Universitätsmedizin Greifswald.

 

Text: Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM


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