VISUS

Prof. Karl Lauterbach zu Gast bei VISUS

07.08.17 · 

Bundesverband mittelständische Wirtschaft lud zum Dialog

 

Kann die Digitalisierung das an sie geknüpfte Versprechen halten und trotz Rekordausgaben im Gesundheits- und Pflegesystem für gleichbleibende Versorgungsqualität sorgen? Dies war eine der Fragen, die auf dem Wirtschaftssymposium des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) diskutiert wurde, das am 1. August 2017 im VISUS Firmensitz auf dem Gesundheitscampus stattfand. Rede und Antwort stand Gesundheitsexperte und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion Prof. Karl Lauterbach.

Keine acht Wochen vor der Bundestagswahl brannten den rund 50 anwesenden Wirtschaftssenatoren und Stakeholdern der Gesundheitswirtschaft jedoch auch Fragen abseits medizinischer Themen unter den Nägeln. Und so war das von Uwe Knüpfer, ehemaliger Chefredakteur der WAZ, moderierte Gespräch auch ein bisschen Wahlkampfbühne. Wie steht es um den SPD-Wahlkampf? Wo grenzen sich SPD und CDU in ihren Wahlprogrammen ab? Oder was stellt sich die SPD unter mehr sozialer Gerechtigkeit vor? Auskunftsfreudig und fachlich kompetent nahm Karl Lauterbach auch zu diesen Themen Stellung und nahm sich die Zeit für einen Dialog mit den Anwesenden.

 

An der Digitalisierung führt kein Weg vorbei

Der Diskurs wies die Anwesenden auf eine klaffende Lücke in der deutschen Politik hin: Bei nahezu allen Parteien ist das Misstrauen in den freien Markt und Wettbewerb deutlich spürbar. Das mag berechtigt sein, kann jedoch auch zu einer Verhinderung von Innovationen führen, wenn Gesetze und Normen zu strikt sind. Das ist vor allem beim Thema Digitalisierung spürbar, bei dem Deutschland branchenübergreifend hinterher hinkt und in der Gesundheitsbranche im Speziellen. Hier arbeiten Unternehmen wie der Gastgeber VISUS – ein Mitglied des BVMW –  mit Hochdruck an innovativen IT-Lösungen, die den Administrationsaufwand im Gesundheitswesen senken und gleichzeitig durch die Zusammenführung von Informationen zu einer optimierten Patientenversorgung beitragen. Und auch bei diesem Ansinnen sorgt die Gesetzeslage nicht selten dafür, dass das tatsächliche, technische Potenzial nicht voll ausgeschöpft werden kann. Das Thema Digitalisierung und Datenhandhabung wurde zu lange stiefmütterlich behandelt, nun fehlt es an klaren Vorgaben und Regelungen. Diese Versäumnisse gewinnen weiter an Brisanz, denn längst kann die IT aktiv den medizinischen Prozess unterstützen – beispielsweise mit Algorithmen, die dem Arzt bei seiner Entscheidungsfindung helfen. Was fehlt ist also eine Politik, die eine Grundlage dafür bildet, die Innovationen im Bereich IT und Digitalisierung so einzusetzen, dass sie zu mehr Effizienz im Gesundheitswesen führen. Nur so kann eine flächendeckende und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in Zukunft stattfinden.

„Als aktiver Teilnehmer auf dem streng regulierten Gesundheitsmarkt sind Debatten wie die im Rahmen des BVMW Symposiums für uns essentiell. Umso erfreulicher war es für uns, hier als Gastgeber aufzutreten und damit den Blick der Runde noch einmal gezielt auf die deutsche Gesundheits-IT zu lenken", so Jörg Holstein, Geschäftsführer bei VISUS.