Europäische Union

Grenzüberschreitende Patientenversorgung

Die EU-Mitgliedstaaten haben im Rahmen eines Treffens des „eHealth Network" gemeinsame Leitlinien für ein „Patient Summary" verabschiedet. Damit kommt die EU-weite medizinische Versorgung einen wichtigen Schritt voran.

Auf dem 4. Treffen des eHealth-Networks in Brüssel Mitte November wurden Richtlinien verabschiedet, die die grenzüberschreitende medizinische Versorgung innerhalb der EU ermöglichen sollen. Die Leitlinien beinhalten die minimal notwendigen Informationen, um die Koordination und Kontinuität der medizinischen Versorgung eines Patienten sicherzustellen. So enthält es die wichtigsten administrativen und medizinischen Informationen (z.B. Allergien, Medikation, bestehende Krankheiten, Kontaktadressen). Der wichtigste Anwendungsfall für die EU ist die grenzüberschreitende Versorgung von Arbeitskräften oder Touristen in den Mitgliedstaaten. Das „eHealth Network" empfiehlt, die Leitlinien auch bei nationalen Projekten zu berücksichtigen.

Das Netzwerk wird gemeinsam von der EU-Kommission und Österreich, als Vorsitzender der Mitgliedstaaten, geleitet und vereint alle 28 EU-Länder. Anlässlich der eHealth-Netzwerk-Treffens sagte Paola Testori Coggi, Generaldirektorin der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Kommission: "Die Annahme dieser Leitlinien ist ein Meilenstein für die Zusammenarbeit der EU im Bereich eHealth. Damit fangen wir nach jahrelangen Diskussionenan, konkrete Ergebnisse in der Zusammenarbeit im eHealth-Bereich zum Nutzen der Patienten zu sehen."