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Für Pharmahersteller lohnt es sich, (erneut) in Bildverarbeitungssysteme zu investieren

Zebra Technologies


Von Daniel Dombach, Director of Industry Solutions, EMEA, Zebra Technologies


Acht von zehn Patienten heutzutage erwarten, dass Arzneimittelhersteller offenlegen, wie Medikamente hergestellt, gehandhabt, transportiert und gelagert werden. Nicht von Händlern, Lieferfirmen oder etwa Ärzten, sondern von Arzneimittelherstellern. Darüber hinaus halten es 80 % der Patienten für wichtig, dass die Hersteller die Herkunft der Inhaltsstoffe von Medikamenten überprüfen, einschließlich des Herkunftslandes und der lokalen Standards für das Medikament selbst. Wie der Ende 2021 veröffentlichte Bericht der Pharmaceutical Vision Study von Zebra zeigt, resultieren diese Erwartungen aus dem Misstrauen gegenüber der pharmazeutischen Lieferkette, einschließlich derjenigen, die Medikamente herstellen, vertreiben, verschreiben und herausgeben.

Ein derartiges Patientenfeedback ist ein Aufruf an die Pharmahersteller, kritischer zu prüfen, wie Entscheidungen in der Technologie getroffen werden und wie dieserlei Technologien in Fabriken, Lagern und anderen Einrichtungen der Lieferkette eingesetzt werden – oder eben nicht.

 

Warum industrielle Bildverarbeitung?

Was auch immer am Ort der Produktion geschieht, hat Auswirkungen auf alle Beteiligten der Lieferkette, einschließlich Händler, Gesundheitsdienstleister und Patienten. Die Tatsache, dass vier von zehn Patienten befürchten, dass Probleme in der pharmazeutischen Lieferkette ein Krankheits- oder Todesrisiko darstellen, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Unternehmen am Anfang der Versorgungskette nicht genug tun, um die anschließenden Parteien für die erfolgreiche Lagerung, Verteilung und Abgabe von Medikamenten zu unterstützen.

Für neun von zehn Patienten ist es beispielsweise wichtig, sich vergewissern zu können, dass temperaturempfindliche Medikamente innerhalb des vorgeschriebenen Bereichs geblieben sind. Doch wie können die Hersteller sicher sein, dass die Temperaturindikatoren auf jeder Flasche oder Verpackung ordnungsgemäß angebracht wurden? Jedenfalls nicht, indem sie einen Mitarbeiter mit der Durchführung von Sichtkontrollen beauftragen. Denn nicht nur ist diese Arbeit äußerst mühsam, sondern es liegt auch in der Natur des Menschen, sich selbst bei sorgfältiger Inspektion einmal täuschen zu können.

Wenn maschinelle Bildverarbeitungssysteme eingesetzt werden, die in erster Linie Qualitätsprüfungen in den Produktionsanlagen durchführen, können die Mitarbeiter der Qualitätskontrolle in Bereitschaft bleiben, um abgelehnte Artikel abzufangen und die Ursachen, die zur Ablehnung geführt haben, schnell zu untersuchen und zu beheben.

 

Sehen, was andere vielleicht übersehen

Im Gegensatz zu den Bildverarbeitungssystemen, die in der Vergangenheit verwendet wurden, können die heutigen intelligenten Kameras und Softwareplattformen mit Hilfe von neuronalen Netzwerken trainiert werden, um sicherzustellen, dass die Füllstände einheitlich sind, die Bestände frei von Fremdkörpern und sowohl die Tabletten als auch ihre Verpackungen die richtigen Markierungen aufweisen.

Heutige Bildverarbeitungssysteme können sogar die fehlerfreie Dekodierung, Inspektion und Sortierung jedes Teils und jeder Verpackung unterstützen, die sich durch die Produktion, Lagerung und Abfertigung bewegen. Noch besser: Ein einziges System kann dazu eingesetzt werden, die Qualität und Menge der Tabletten zu garantieren, die ordnungsgemäße Anbringung von Temperaturetiketten zu validieren und sicherzustellen, dass die Versandetiketten lesbar sind und den Vorschriften entsprechen. Die Hardware und Software muss nicht jedes Mal ausgetauscht werden, wenn das Bildverarbeitungssystem an einen neuen Arbeitsablauf angepasst wird oder eine neue Anwendung hinzugefügt werden soll. Dieselben Kameras können so umprogrammiert werden, dass sie jedes Detail kritisch analysieren und objektive und konsistent genaue Pass/Fail-Entscheidungen treffen. Dadurch wird es einfacher, intern und extern Vertrauen in die Produktqualität aufzubauen und sicherzustellen, dass jeder Artikel, der vom Band läuft, den Vorschriften entspricht.

Das wirklich Schöne an modernen Bildverarbeitungssystemen ist jedoch, dass sie mehr tun, als nur zu alarmieren, wenn eine Abweichung vorliegt und ein Artikel die Prüfung nicht besteht. Sie geben genau an, warum ein Artikel abgelehnt wurde, so dass ein menschlicher Nutzer schnell und gezielt Korrekturmaßnahmen ergreifen kann. Niemand verschwendet Zeit damit, herauszufinden, was falsch ist, oder die Beobachtungen zu hinterfragen. Auch werden keine wichtigen Fehler übersehen, die zu Strafen für die Nichteinhaltung von Vorschriften, zu Rückrufen, Korrekturen, Beseitigungen oder anderen Situationen führen könnten, die die öffentliche Gesundheit beeinträchtigen und das Vertrauen in die Marke untergraben könnten.

 

Ein letzter Gedanke

Vor einigen Jahren wurde Radiofrequenz-Identifikation (RFID) noch nicht als praktikable Lösung für die Rückverfolgung von Arzneimitteln angesehen. Heute gilt sie dank kontinuierlicher Innovation im Bereich der RFID-Etiketten und -Lesegeräte als eine der besten Lösungen für die Rückverfolgbarkeit. In ähnlicher Weise wurde die Bildverarbeitungstechnologie früher von den Herstellern aufgrund ihrer enormen Komplexität oder ihrer fehlenden Fähigkeit, Daten zu erfassen und Pharmaprodukte nach hohen Standards zu prüfen, abgelehnt. Doch die Bildverarbeitungssysteme haben sich erheblich weiterentwickelt, mit leistungsstarken, intuitiven Toolsets und skalierbaren Softwareplattformen, die auf künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellen Lernalgorithmen basieren. Sie gehören heute zu den am einfachsten zu konfigurierenden, zu verwendenden und zu verwaltenden industriellen Automatisierungstechnologien. Sie sind auch eine der wertvollsten für alle, die sich Gedanken über die Einhaltung von Vorschriften machen oder den Fachkräftemangel aus der Welt schaffen wollen. Nahezu jeder Mitarbeiter kann vom ersten Tag an einsteigen und die Bildverarbeitungssysteme von heute erfolgreich bedienen, vor allem weil der Entscheidungsprozess vollständig automatisiert ist. Es muss lediglich jemand in Bereitschaft sein, um zu handeln, wenn das System eine Abweichung anzeigt.

So sollte man keine weitere Minute mit der Sorge verschwenden, ob der in dieser Weise optimierte Pharmaproduktionsbetrieb die Sicherheitsrichtlinien einhalten wird. Man kann sich einfach darauf verlassen, dass jeden Tag ein Qualitätsprodukt auf den Markt gebracht wird, indem man eigene Mitarbeiter davon entlastet, dass sie jedes Mal alles richtig machen müssen. Man muss sich die heute verfügbaren Bildverarbeitungssysteme unvoreingenommen ansehen und sobald das eine gefunden ist, das für das eigene Team einfach zu implementieren, verwenden und verwalten ist, wird es online gestellt.

Nicht zuletzt werden die Mitarbeiter dankbar sein, denn endlich können sie ihre ideale Rolle in der Qualitätssicherung einnehmen – eine Rolle, in der sie selbstbewusst sagen können: „Ja, dieses Produkt ist in Ordnung“ oder „Bleiben Sie dran, es gibt ein Problem, aber wir wissen, wie wir es lösen können“.

 

Um mehr darüber zu erfahren, wie moderne Bildverarbeitungssysteme in pharmazeutischen Produktions- und Lagereinrichtungen eingesetzt werden können, klicken Sie hier.