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SAP-Partner-Initiative: Wie sich Krankenhäuser jetzt neu aufstellen können.

SAP


Vor kurzem startete die Healthcare-Partner-Initiative von SAP. Gemeinsam wollen sie Digitalisierungslösungen und durchgängige Prozesse für Krankenhäuser schaffen, mit denen sich auch die Fördertatbestände des Krankenhauszukunftsgesetzes umsetzen lassen. Nun sind die ersten Projekte in der Pilotphase.


Die Digitalisierung hat die Krankenhäuser längst erreicht. Doch es gibt noch viel Verbesserungsbedarf. Medienbrüche sind Usus, statt integrierter Lösungen ist im Laufe der Jahre ein Sammelsurium an Nischenlösungen verschiedener Anbieter entstanden. Die Folge: Informationen sind zwar vorhanden, werden aber nur unzureichend genutzt. Das gilt für wirtschaftliche und organisatorische Belange genauso wie für Patientendaten.

Zusammen stark
Genau da setzt die SAP-Initiative an: Der Walldorfer Softwarehersteller stellt eine offene Entwicklungsplattform für Partner, andere Softwarehersteller und Kunden zur Verfügung – genannt SAP Business Technology Platform, kurz SAP BTP. Ziel ist, bestehende und neue Anwendungen miteinander zu verknüpfen und eine homogene IT-Landschaft zu schaffen. „Das geht nur, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten“, sagt Daniela Sellmann, Director Customer Advisor Healthcare bei SAP. „Deshalb holen wir die wichtigsten Anbieter von Software im Krankenhaus-Umfeld an einen Tisch und sorgen so dafür, dass die einzelnen Lösungen harmonieren.“ Alle auf der Plattform entwickelten oder verbesserten Anwendungen sollen die Fördertatbestände des Krankenhauszukunftsgesetzes erfüllen.

17 Teilnehmer waren beim ersten Kick-off-Meeting zwischen SAP und Partnerunternehmen dabei, einige Lösungen werden dieses Jahr bereits auf der SAP BTP für Kunden zur Verfügung stehen. Hier sind drei Beispiele:

  • Patientenmanagement
    Die meisten Patientenmanagementsysteme enden an den Türen des Krankenhauses. Das Softwareunternehmen OPASCA will künftig auch den Patienten zuhause und den Zuweiser miteinbeziehen. Die Idee dahinter: Sowohl Zuweiser wie auch Patient füllen alle bekannten Informationen vorab aus, per App oder Desktop. Diese werden direkt an das Krankenhaus-Informationssystem (KIS) übermittelt. Das soll die Aufnahmezeit um 30 bis 80 Prozent reduzieren. Aber auch die Nachsorge der Patienten zuhause wird weiterhin mit Informationen und Medikamentenplänen unterstützt.
  • Kostenkalkulation für klinische Studien
    Krankenhäuser sind verpflichtet, die Kosten für klinische Studien an den Sponsor weiterzureichen. So will es der Unionsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation der EU. Damit Krankenhäuser klinische Studien schneller planen und durchführen können, entwickelte das Softwareunternehmen Healex die Lösung Studget. Das Webtool für Studiengruppen bietet eine Kostenkalkulation für alle Summen, die in den Bereichen Labor, Material, Personal, Investitionen oder individuelle Kostenarten anfallen – inkl. Rollen- und Rechtemanagement. Studget wird laut Healex kontinuierlich und zügig weiterentwickelt, um die Kostenplanung für den Nutzer noch komfortabler zu machen.
  • KI gegen Mitarbeiterabwanderung
    Kliniken kämpfen nicht erst seit der Pandemie mit der Abwanderung von Pflegekräften und Ärzten. Die Lösung von Softwareanbieter Atos soll vorab melden, ob ein Mitarbeiter vorhat, das Krankenhaus zu verlassen. Dazu nutzt das System Informationen aus Personallösungen wie SAP SuccessFactors Integration, außerdem Ergebnisse aus Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit sowie Gehaltsdaten. Mithilfe intelligenter Algorithmen und verschiedenen Markern berechnet das System die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Mitarbeiter in nächster Zeit die Klinik verlassen wird. Führungskräfte können dann direkt gegensteuern.

Weitere Projekte in Kürze
Das Ziel der SAP-Healthcare-Partnerinitiative ist klar: Die Prozesse in Krankenhäusern digitalisieren, sowie durchgängige und leistungsfähige Prozesse zu schaffen – und eben nicht die ganze Systemlandschaft der Kliniken neu zu erfinden. Stattdessen soll es kluge End-to-End-Lösungen geben, die die Anforderungen der Kunden ganzheitlich abdecken. Durch die offene Gestaltung der Initiative können sich weitere Kliniken und Softwareanbieter anschließen, um das Gesundheitswesen digital zu stärken.


Weitere Infos zur Healthcare-Partner-Initiative von SAP finden Sie hier:
https://www.sap.com/germany/industries/healthcare.html