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Schneller und leichter zu Untersuchungsergebnissen in der Kardiologie

Cardiomatics

KI-Lösungen erleichtern die Routinearbeit von Kardiologen. Das Startup Cardiomatics aus Polen analysiert mit wissenschaftlich basierten Algorithmen Daten aus Holter-EKGs und liefert Ärzten Analysen für ihren Befund, etwa im Kontext des Vorhofflimmerns. Mediziner wie Patienten profitieren vom eingesparten Zeitaufwand.

 

Das Startup hat den Mangel an Effektivität und die Fehlerrisiken im Fokus, die aus dem nach wie vor hohen manuellen Anteil der ärztlichen Tätigkeit resultieren.

 

Der Arzt lädt die Patientendaten von Holter-EKG-Geräten herunter – mit einer leicht zu bedienenden Desktop- oder Web-Applikation. „Die Daten werden zu unserer sicheren Cloud übermittelt. Dann geschieht unsere Zauberei“, erklärt der CEO, Dr. Rafał Samborski. Zuerst kommt das eigenentwickelte Modul für das Qualitätsmanagement zum Einsatz, das sehr gut qualitative Daten von unnützem „Rauschen“ unterscheidet. Im nächsten Schritt klassifizieren – auf neuronalen Netzen basierende – Algorithmen die einzelnen Segmente im EKG als unauffälligen Sinusrhythmus bzw. als pathologisches Phänomen. Sodann generiert das System automatisch einen Report, der sich ausdrucken oder elektronisch austauschen lässt.

 

Ärzte verbringen zwischen 30 Minuten und eine Stunde für die Analyse einer typischen 24-Stunden-Holteraufzeichnung. Kleinere Kardiologiekliniken führen monatlich rund 100 solcher Analysen durch. Mit Cardiomatics reduzieren sie diesen Aufwand auf wenige Klicks und das Lesen des Befundes. Ärzte sparen so mindestens 80 Prozent ihrer Zeit ein.

 

Die Daten für das Trainieren der Algorithmen stammen vor allem aus dem Betrieb von Cardiomatics (fast 100.000 Multichannel-EKGs – das entspricht 400 Millionen Herzschlägen).

 

Die Lösung ist Cloud-basiert. Außerdem ist Cardiomatics Hardware-unabhängig – Daten von unterschiedlichen marktgängigen Geräten sind auslesbar.

 

Das aktuelle Geschäftsmodell von Cardiomatics lautet “pay-per-use”: Ärzte bezahlen für den Einsatz der Lösung im jeweiligen Patientenfall.

 

„Mehr als 100 Einrichtungen in Europa setzen heute täglich Cardiomatics ein – die meisten von ihnen in der DACH-Region“, erläutert der CEO. Das Spektrum reicht von kleinen Praxen mit zwei bis drei Kardiologen bis hin zu Klinikketten. Cardiomatics findet auch Akzeptanz bei akademischen Forschungseinrichtungen wie etwa bei der Universität Bern.

 

Die erste klinische Studie mit Cardiomatics ist in diesem Jahre gestartet. Unter Einbezug von 500 Patienten wird sie vom Medizinischen Universitätsklinikum Warschau durchgeführt.

 

Mehr Infos unter: http://cardiomatics.com/de