Veranstaltungsberichte

1. Nationaler Fachkongress Telemedizin
03.-05.11.2010 in Berlin

Erster gemeinsamer Kongress mit Rekordteilnahme

Der 1. Nationale Fachkongress Telemedizin war der erste Schritt, zwei eingeführte und bisher eigenständige Telemedizinveranstaltungen zu vereinen. Er bot vom 03. bis 05.11.2010 in Berlin das gemeinsame Dach für die 15. TELEMED und des 5. Fachkongresses der DGTelemed. Insgesamt konnten mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und 53 Fachvorträge gezählt werden.

 

Der 1. Nationale Fachkongress Telemedizin ist am 05.11.2010 erfolgreich zu Ende  gegangen. Mehr als 300 Teilnehmer aus 15 Bundesländern sowie Österreich,  Schweiz, Italien, Schweden und Luxemburg haben an drei Kongresstagen aktuelle  Probleme und Themen der Telemedizin und e-Health mit insgesamt 53 Referenten  diskutiert. Die Veranstalter BVMI, TMF und DGG sowie DGTelemed waren insgesamt mit der Resonanz und dem Verlauf zufrieden. Teilnehmer, Aussteller und Sponsoren bewerteten die Zusammenführung der Veranstaltungen als notwendigen und richtigen Schritt. Für das nächste Jahr wurde der 2. gemeinsame Kongress angekündigt, der wieder Anfang November in Berlin stattfinden wird.

 

Traditionell  wurden auch in diesem Jahr Preisträger gekürt. Der Karl Storz Telemedizinpreis des Jahres 2010 (Preisgeld insgesamt 5.000 EURO) ging nach Niedersachsen und  Baden-Württemberg. Ausgezeichnet wurde das Projekt &bdquoOnline-Konsil Forensikon“ an der Medizinischen Hochschule Hannover, Institut für Rechtsmedizin, vertreten durch Dr. med. Urs-Vito Albrecht. Das Projekt "Online-Konsil Forensikon“ kann als  bereits etabliert betrachtet werden, der Blick ist eindeutig auf eine Steuerung durch Experten und auf eine Verbesserung der medizinischen Versorgung in Bereichen gerichtet, in denen mangelnde Versorgung herrscht. Als bedeutsam wurde hervorgehoben, dass mit dem Projekt eine Initiative entwickelt wird, die in einem medizinischen Bereich mit noch vorhandenen Unsicherheiten eine Anwendung in der Fläche anstrebt und durch die aktuelle Politik des Landes  Niedersachsen unterstützt wird. Die Jury schätzt das Projekt als eine sehr gute  Applikation und die bereits erfolgte Evaluierung als sehr positiv ein.

 

Ebenfalls als Preisträger wurde das Projekt "Nachsorge blutgruppen-inkompatibel  nierentransplantierter Patienten“ an der Chirurgischen Universitätsklinik Freiburg, Sektion Transplantationschirurgie ausgewählt, vertreten durch Dr. Przemyslaw Pisarski und Silvia Hils. Mit dem Projekt "Nachsorge  blutgruppeninkompatibel nierentransplantierter Patienten“ wurde ein Versorgungskonzept entwickelt, dass eine Hochrisikogruppe von Patienten erfasst. Trotz relativ kleiner Patientengruppen, bei denen erfahrungsgemäß und validiert hohe  Kosten zu erwarten sind, lässt das Projekt einen medizinischen und ökonomischen Nutzen erwarten. Die Jury wertet den internationalen und den exemplarischen Ansatz des Projektes für den gesamten Transplantationsbereich als sehr nutzbringend, Telemedizin kann somit auch in bisher weniger erwähnten Bereichen eine sinnvolle Anwendung erfahren. Auch mit der geschaffenen neuen Infrastruktur im Anwendungsbereich sieht die Jury eine breite Gewähr für eine nachhaltige Umsetzung des Projektes, verbunden mit einer verbesserten Compliance der Betroffenen. Der Preis wird insgesamt durch das Unternehmen KARL STORZ GmbH & Co. KG aus Tuttlingen unterstützt.

 

Der  TELEMED Award (je 500 EURO) ging an Markus Birkle, Zentrum für Informations- und Medizintechnik, Universitätsklinik Heidelberg, für den Vortag zum Thema "Entwicklung eines elektronischen Einwilligungsmanagementsystems für intersektorale Informationssysteme“ und Dr. med. Clemens Jürgens, Universitätsklinikum Greifswald für den Vortrag zum Thema "E-Learning zur Optimierung des telemedizinischen Glaukom-Homemonitoring“. 

 

 

Quelle: DGTelemed und TELEMED (BVMI, TMF, DGG)