Dezember

12. Nationaler Qualitätskongress Gesundheit
13. – 14. Dezember 2018

Berlin
Hotel InterContinental Berlin
www.qualitaetskongress-gesundheit.de

Die Digitalisierung der Medizin bietet enorme Möglichkeiten für Qualitätsverbesserungen. Mehr als ein Drittel aller Klinikmanager gehen heute davon aus, dass Roboter innerhalb der kommenden zehn Jahre fähigere Operateure sein werden als Ärzte. Künstliche Intelligenz (KI) wird die Fehlinterpretation von diagnostischen Befunden senken. Manche Visionäre gehen davon aus, dass durch die Digitalisierung ein Industriestandard – vergleichbar mit einer Null-Fehler-Toleranz in der Fertigung – in der Medizin erreichbar ist.  

 

Die Digitalisierung erfordert erhebliche Investitionen. Die Politik denkt darüber nach, digitale Anwendungen in der Medizin einer Nutzenbewertung (vergleichbar AMNOG) zu unterziehen und auf Basis der Ergebnisse Erstattungen vorzunehmen. Hier drohen schwierige Diskussionen und langwierige Prozesse.    

 

Beim 12. Nationalen Qualitätskongress Gesundheit in Berlin werden zahlreiche Digitalisierungsprojekte, deren Finanzierung und Nutzen vorgestellt. Christian Klose, Ständige Vertretung, Leiter Abteilung Digitalisierung und Innovation, Bundesministerium für Gesundheit, stellt den Fahrplan zur Einführung der elektronischen Patientenakte vor. Die drei Kassenprojekte zur elektronischen Patientenakte erläutern: Klaus Rupp, Leiter Versorgungsmanagement und Verantwortlicher für die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe - die elektronische Gesundheitsakte (eGA), Techniker Krankenkasse, Nico Schwartze, Leiter Digitales Innovationsmanagement, AOK Nordost, Digitales Gesundheitsnetzwerk und digitale Patientenakte, Franz-Helmut Gerhards, CDO, DAK-Gesundheit, Vivy – elektronische Gesundheitsakte und Gesundheitsapp.

 

Digitale Projekte zur Verbesserung der AMTS erläutern Dr. Daniel Diekmann, Geschäftsführer, ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen, und Dr. Michael Baehr, Leiter der Klinikapotheke des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Auswertung von Radiologiedaten mittels lernfähiger Software stellt Prof. Dr. Michael Forsting, Direktor, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie, Universitätsklinikum Essen, vor.

 

Reiner Heuzeroth, Konzernbereich Qualität, Klinischer Risikomanager und Verantwortlicher für Patientensicherheit, Asklepios Kliniken GmbH, erläutert den „Asklepios-Risiko-Check“. Das digitale Entlassmanagement legt Dr. Peter Gocke, Chief Digital Officer der Charité - Universitätsmedizin Berlin, dar. Dr. Dominik Graf von Stillfried, Geschäftsführer Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland, berichtet von der IT-gestützten Ersteinschätzung von Notfallpatienten. Virtual and Augmented Reality für die OP-Simulation präsentiert Dr. Cora Wex, Funktionsöberärztin, Digitalisierte Tumorchirurgie und Robotic, Peritonealkarzinose HIPEC, Universitätsklinikum Magdeburg.

Die Digitalisierung betrifft auch die Personalgewinnung: Die Jungen ticken digital: Recruiting über Social Media und Smartphone – dieses Thema wird die Psychologin und Trainerin Prof. Dr. Anja Lüthy beleuchten.

 

Eine VR-Brille für den OP können Sie im Übrigen im Rahmen des Ausstellungsforums selbst testen – seien Sie gespannt!