März

DINK 2019
21. - 22. März 2019

Koblenz
Rhein-Mosel-Halle Koblenz
www.dink-kongress.de

10 Jahre DINK! Rückblick, Gegenwart und Zukunft!

Der erste DINK fand im März 2010 in Wiesbaden statt. Die damalige Idee der Organisatoren war es, alle an der Notfallmedizin beteiligte Personen in einem wissenschaftlichen Kongress zusammenzubringen und neben bewährten Themen auch immer wieder aktuelle Ereignisse aufzugreifen. Dieser Ansatz war und ist sehr erfolgreich. Zu der Zeit, als der DINK das erste Mal geplant wurde, gab es in Deutschland keinen reinen Notfallmedizinischen Kongress, der alle beteiligten Berufsgruppen angesprochen hatte. Zwischenzeitlich zählt der DINK zur größten bundesweiten notfallmedizinischen Veranstaltung dieser Art und hat sich fest etabliert. Die Industrieausstellung ist gewaltig gewachsen und im Jahr 2018 gab es erstmalig eine Pressekonferenz mit regem Interesse der schreibenden Zunft. Diverse Zeitungen berichteten im Anschluss vom DINK und den dort diskutierten Themen in der allgemeinen Presse.

 

10 Jahre ist ein langer Zeitraum, der neben einem kleinen Rückblick auch einen Ausblick erforderlich macht. Viele Probleme die die Notfallmedizin und der Rettungsdienst vor 10 Jahren hatten, haben sich zwischenzeitlich teilweise lösen lassen. Der Teamgedanke ist in den Vordergrund gerückt und Notfallmediziner und Rettungsdienstmitarbeiter sind im Sinne des gemeinsamen Auftrages näher zueinander gerückt. Hieran hat der DINK sicherlich einen großen Verdienst. Er hat stets allen an der Notfallmedizin Beteiligten eine große Plattform geboten und wird dies auch noch weiter ausbauen. Eine zunehmende Implementierung von zentralen Notaufnahmen ist erfolgt und eine Vernetzung mit den Rettungsdiensten wird mehr und mehr Realität. Die Strukturänderung der Notfallversorgung wurde durch den G-BA im April 2018 endlich initiiert. Viele wichtige Punkte wurden positiv geregelt, einige Dinge aber noch nicht zu Ende gedacht. Der lange geforderte transsektorale Ansatz bei der Betrachtung der Rettungskette findet zunehmend statt, konnte politisch jedoch noch nicht umgesetzt werden. Hier besteht noch Handlungsbedarf. Im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung hat sich einiges zum Guten gewandelt, aber auch dort muss weiter und intensiv an Verbesserungen gearbeitet werden. Insbesondere müssen Teamtrainings weiter intensiviert werden und auch die entstehenden Kosten durch die Krankenkassen getragen werden. Lösungen von Problemen bringen auch immer wieder neue Herausforderungen mit sich, die angegangen werden müssen. Die Digitalisierung wird auch vor der Notfallmedizin nicht Halt machen. Die zunehmende Verknappung an Personal wird uns sicherlich viele Jahre begleiten und keine kurzfristigen Lösungen möglich machen. Hier braucht es innovative Ideen und Konzepte, die die Probleme lösen helfen und die die Attraktivität für eine Tätigkeit als Notarzt, Notfallsanitäter, sowie für Ärzte und Pflegekräfte in Notaufnahmen erhöhen.

 

Die sinnvolle Etablierung der Telemedizin schreitet an vielen Orten voran und ist ein wichtiges Element zur Optimierung des Gesamtsystems . Der DINK hat sich stets auch als Forum empfunden, bei dem sich Experten aus allen Bereichen der Notfallmedizin diesen Fragestellungen annehmen. Ein medizinisches Qualitätsmanagement muss nun endlich über die Ländergrenzen flächendeckend überall in der Notfallmedizin und im Rettungsdienst etabliert werden. Nur was man misst, kann auch verbessert werden. Hier eröffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten und auch Chancen. Jede Neuerung hat auch seine Tücken. Hier muss Klug entschieden werden.

 

Das 2011 in den USA entwickelte Projekt „Choosing wisley“ kann auch für die Notfallmedizin und den Rettungsdienst ein Vorbild sein. Die Leitstellen und eine Professionalisierung des dort tätigen Personals braucht weiterhin unsere ganze Aufmerksamkeit und unser volles Engagement. Beim Notruf, der richtigen Auswahl des richtigen Hilfesystems und der Anleitung mit telefonischer Anleitung von Hilfemaßnahmen startet die Rettungskette. Ein Videonotruf mit entsprechender Darstellung der Einsatzstelle kann zu einer deutlichen Verbesserung der Disposition beitragen, da der Disponent nicht nur hört, sondern auch sieht. Der Notfallpatient und das Personal aus allen Bereichen der Behandlungskette müssen bei allen Aktivitäten und Veränderungen stets im Mittelpunkt stehen.

 

Daher möchten auch wir anlässlich des 10. DINK vor dem Thema Digitalisierung nicht Halt machen und den Kongress noch interaktiver und facettenreicher gestalten. Es wird Sitzungen geben, bei denen während der Vorträge Fragen über Facebook und Co gestellt werden können, die dann in die Moderation einfließen werden. Ebenfalls sind Sie als Teilnehmerin und Teilnehmer angesprochen uns Ihre Ideen für Themen zukommen zu lassen.