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Asthma-Apps: Enorm viel Angebot, enorm wenige Downloads

Bild: © Maksim Kabako

Warum gibt es so viele Asthma-Apps, die kaum jemand nutzt? Die Analysten von Research2Guidance haben einige interessante Antworten auf diese Frage.

 

Annähernd eine halbe Milliarde Menschen weltweit dürfte in einigen Jahren an Asthma bronchiale leiden – ein großer Markt für spannende Digital Health Produkte, sollte man meinen. Tatsächlich haben die Analysten von Research2Guidance auch rund 1500 Asthma-Apps in den gängigen App-Stores der mobilen Plattformanbieter identifiziert. Nur: Nicht einmal ein Prozent aller Asthmapatienten nutzt solche Apps.

 

Warum ist das so? Die Analysten haben sich dazu die Top-Ten-Asthma-Apps im Hinblick auf deren Nutzenversprechen angesehen, darunter AsthmaMD, My Breathefree, MACVIA ARIA, STAT Asthma NHLBI, RightBreath, Propeller Health, breatherite und My Asthma Manager. Viele davon sind auch in deutschen Versionen erhältlich.

 

Asthma-Apps bieten demnach üblicherweise Funktionen für das Symptom- und Medikations-Tracking sowie Hilfestellungen beim Einstellen auf neue Medikamente an. Sie vermitteln Ansprechpartner, informieren über den korrekten Gebrauch unterschiedlicher Inhaler, dokumentieren und analysieren Messwerte von Peak-Flow-Metern und schicken Erinnerungsmeldungen.

 

Das sei alles schön und gut, es reiche aber offensichtlich nicht aus, um Asthma-Patienten vom digitalen Krankheitsmanagement nachhaltig zu begeistern, so Research2Guidance. Aus Sicht der Analysten bietet die meisten Apps über das reine Tracking hinaus nicht genug Zusatznutzen, also etwa keine Einbeziehung aktueller Umweltdaten, keine Hilfe in Richtung Verhaltensänderungen, wenig Coaching und nur sehr selten eine direkte Anbindung an Health Professionals.

 

Text: Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM