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Medizin |

Bayern: Huml fördert Telemedizin-Projekt „MeDiLand“ mit rund 330.000 Euro

Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat am Dienstag in München einen Förderbescheid von rund 330.000 Euro an das Telemedizin-Projekt "MeDiLand" – Medizin Digital zur Versorgung auf dem Land überreicht. Huml betonte: "Die Bayerische Staatsregierung will den ländlichen Raum vor allem für Senioren und Familien attraktiver machen. Dafür haben wir den Wettbewerb 'Digitales Dorf' ausgerufen. Für Südbayern hat der Gemeindeverbund Spiegelau-Frauenau mit seinem Gesamtkonzept den Wettbewerb gewonnen und wird in diesem Rahmen im Gesundheits- und Pflegebereich das Projekt MeDiLand umsetzen."

 

Ziel des Forschungsprojekts des Gemeindeverbunds Spiegelau-Frauenau und der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) ist die digitale Vernetzung der Leistungserbringer in der Region. Dazu zählen die Hausärztinnen und Hausärzte, die dort angestellten Versorgungsassistentinnen und -assistenten (VERAHs) sowie Pflegeheime, Pflegedienste und Krankenhäuser. Darüber hinaus ist die Vernetzung mit einer Bergschutzhütte geplant, um telemedizinische Unterstützung bei dort auftretenden medizinischen Versorgungsnotwendigkeiten zu erproben. Im Rahmen des Projekts wird zudem der Einsatz von elektronischen Gesundheitsakten im Versorgungsalltag wissenschaftlich untersucht.

 

Die Ministerin erläuterte: "Ein wichtiger Aspekt im Digitalen Dorf ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Sie sollen vor Ort die Vorteile des digitalen Wandels für den ländlichen Raum konkret erleben können. Gerade hier hat das Gesamtkonzept des Gemeindeverbunds Spiegelau-Frauenau überzeugen können."

 

Die Bayerische Staatsregierung investiert mit dem umfangreichen Digitalisierungsprogramm Masterplan BAYERN DIGITAL bis 2022 rund sechs Milliarden Euro für schnelles Internet, digitale Sicherheit, digitale Gesundheit und Pflege, digitale Bildung und Chancen im ganzen Land.

 

Huml unterstrich: "Wir wollen den digitalen Wandel für eine gute medizinische Versorgung, bessere Lebensqualität und mehr Selbstbestimmung nutzen. Ziel ist es, dass Bayern weltweit Spitzenstandort für digitale Medizin und Pflege wird – im Dienst für Patienten und Pflegebedürftige."

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege