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Medizin |

Stimmungsbarometer 4/2025: Ärztestimmung steigt in drei von vier Fachgruppen

Die wirtschaftliche Stimmung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ist im 4. Quartal 2025 um 4,2 Punkte gestiegen und liegt nun bei einem Stimmungswert von -20,9 Punkten. „Trotz der Schwankungen in den vergangenen Quartalen zeigt sich über einen Betrachtungszeitraum von zwei Jahren insgesamt eine Erholung der Werte“, ordnet Prof. Dr. Dr. Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit, die aktuellen Ergebnisse ein.

 

Größter Stimmungs-Anstieg bei Hausärztinnen und Hausärzten
Das größte Stimmungs-Plus verzeichneten die Hausärztinnen und Hausärzte (plus 10,9 Punkte), gefolgt von den Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (plus 4,9 Punkte). Auch bei den Zahnärztinnnen und Zahnärzten verbesserte sich die Stimmung im Vergleich zum Vorquartal leicht (plus 0,2 Punkte). Bei den Fachärztinnen und Fachärzten dagegen ging sie um 2,0 Punkte zurück.

Digitalisierung ist neuer Spitzenreiter bei den Negativ-Faktoren
Bei den belastenden Faktoren gibt es in diesem Quartal einen neuen Spitzenreiter: Fast 70 Prozent der Ärztinnen und Ärzten gaben an, dass die Digitalisierung sich negativ auf ihren Arbeitsalltag auswirke. Das hält Obermann für nachvollziehbar: „Leider verläuft die Umsetzung aktuell alles andere als reibungslos, so dass die Digitalisierung Ärzte derzeit viel Kraft und Nerven kostet.“ Er empfiehlt, Erkenntnisse und Erfahrungen aus anderen Branchen zu nutzen, die digitale Lösungen bereits erfolgreich und technisch reibungsarm in das Leben und Arbeiten integrieren: „Natürlich geht es im Gesundheitswesen um besonders sensible Daten, aber das sollte keine Pauschal-Ausrede für langsame und unzureichende Prozesse sein.“ 

 

Quelle: Stiftung Gesundheit