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Vernetzung |

TI bei Physios: Bessere Unterstützung gefordert

Ab Januar 2026 müssen physiotherapeutische Praxen „TI-ready“ sein. Viele fühlen sich noch nicht gut informiert.

Bild: © Telekonnekt

Im Hinblick auf die Pflicht einer Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) für physiotherapeutische Praxen ab Januar 2026 haben Studierende des Studiengangs Integrative Gesundheitsförderung der Hochschule Coburg mit Unterstützung des Unternehmens Telekonnekt 64 Physiotherapeut:innen aus ganz Deutschland online befragt – sowohl aus Kleinstpraxen als auch größeren Praxisstrukturen. Die nicht repräsentative Umfrage basierte auf zehn Interviews im Vorfeld.

 

Über 60 % stehen der TI-Anbindung der Physiotherapie demnach eher oder sehr positiv gegenüber. Allerdings fühlen sich 36 % schlecht oder sehr schlecht informiert, wobei jene, die sich besser informiert fühlten, die TI-Anbindung eher positiv bewerteten. Ein besonders hoher Informationsbedarf besteht bei Refinanzierung, technischer Umsetzung und Beantragung von SMC-B- und eHBA-Karten. Gewünscht werden hier unter anderem Webinare und Erklärvideos.

 

Die größten Herausforderungen sehen die Praxen auf organisatorischer Ebene. Zwei Drittel der Befragten nennen diesen Punkt. Vorteile der TI-Anbindung sind für 67 % eine verbesserte Kommunikation mit anderen Gesundheitseinrichtungen. 55 % erhoffen sich einen erleichterten Zugriff auf Patientendaten und immerhin 52 % erwarten weniger Bürokratie. „Die Ergebnisse der durchgeführten qualitativen und quantitativen Untersuchungen zeigen, dass gezielte Information ein zentraler Faktor für eine erfolgreiche TI-Anbindung ist“, so Prof. Dr. Eberhard Nöfer von der Hochschule Coburg.