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Vernetzung |

Überraschendes Ende für dezentrale Netzakte

Bild: © elenabsl/Fotolia

Das Ingolstädter Unternehmen MicroNova wird sich zu Ende 2019 aus dem Geschäft mit der Vernetzung von Arztpraxen mit der elektronischen Netzakte ViViAN zurückziehen.

 

Die Entscheidung sie bereits im Mai gefallen, so das Unternehmen. ViViAN ist eine dezentrale Netzakte, die von einer ganzen Reihe von Ärztenetzen in Deutschland genutzt wird. Das sind insbesondere Ärztenetze von MEDI, darunter vor allem das Vernetzungsprojekt von MEDI und der AOK Baden-Württemberg in Heilbronn. Aber auch andere MEDI-Netze im Norden und Westen der Republik haben in den letzten Jahren mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten auf ViVIAN gesetzt, darunter das Ärztenetze in Leverkusen.

 

Der Rückzug von MicroNova sei für MEDI völlig überraschend gekommen, betonte Frank Hofmann, Vorstand der MEDIVERBUND AG gegenüber E-HEALTH-COM. Eigentlich war geplant gewesen, die Heilbronner Infrastruktur schrittweise auf Baden-Württemberg auszudehnen. Wie es weitergeht, ist noch unklar. Derzeit liefen Diskussionen mit den betroffenen Ärztenetzen, so Hofmann. Speziell in Baden-Württemberg könnten die bisherigen regionalen ViViAN-Projekte in deutlich breiter angelegte Vernetzungsprojekte integriert werden, die MEDI mit der AOK und dem Hausärzteverband plant. Details wollen die Partner gegen Ende des Jahres bekanntgeben.

 

Text: Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM