TI-Verschiebung bringt mehr Vorbereitungszeit – aber möglicherweise auch Nachteile
Als wichtigste Vorteile der Terminverschiebung nannten die Befragten die zusätzliche Vorbereitungszeit (34,0 Prozent) sowie die Möglichkeit, von den Erfahrungen anderer Praxisgruppen zu profitieren (27,8 Prozent). Gleichzeitig benannten die Heilberufler aber auch mögliche Nachteile: 31,5 Prozent befürchten eine wachsende Verunsicherung durch wiederholte Friständerungen, während 27,5 Prozent einen zusätzlichen organisatorischen Aufwand durch die doppelte Planung der Einführung sehen.
Gleich stark: Team „Handeln“ und Team „Abwarten“
Hinsichtlich der eigenen Umsetzungspläne zeigt sich die Berufsgruppe gespalten: Rund 43 Prozent der Heilmittelerbringer haben bereits konkrete Schritte zur TI-Anbindung eingeleitet oder planen, dies trotz der verlängerten Frist weiterzuverfolgen. Ein nahezu gleich großer Anteil möchte vorerst keine weiteren Maßnahmen ergreifen. Knapp 14 Prozent sind noch unentschlossen.
Verband Heilmittelsoftware rät zum frühzeitigen Handeln
„Die Verschiebung ändert nichts daran, dass der frühzeitige Anschluss an die TI fachlich sinnvoll, wirtschaftlich abgesichert und strategisch klug ist“, betont Simeon Ruck vom Verband Heilmittelsoftware. Der Verband empfiehlt therapeutischen Praxen ausdrücklich, den TI-Anschluss jetzt aktiv anzugehen: „Die beschlossene Verschiebung darf nicht als Bremse verstanden werden. Wer sich jetzt mit der TI auseinandersetzt, handelt vorausschauend und profitiert von einer vollständig refinanzierten Infrastruktur. Digitalisierung gelingt nicht durch Abwarten, sondern durch rechtzeitige Vorbereitung.“
Quelle: Stiftung Gesundheit
