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Details Veranstaltungstermine

Oktober |

21. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung
05. – 07. Oktober 2022

Potsdam
Universität Potsdam
https://www.dkvf.de/de/

DKVF 2022: Versorgungsforschung und ihr Nutzen für die klinische Praxis

Vom 5. bis 7. Oktober 2022 findet der Deutsche Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) 2022 statt. Die Veranstaltung des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Versorgungsforschung – Nutzen für die klinische Praxis. Potentiale und Perspektiven“. Das Kongressprogramm setzt den Fokus auf die Frage, welchen Nutzen die Versorgungsforschung für die klinische Realität und somit konkret für Patient*innen bereithält.   „Es dauert oft sehr lange, bis Ergebnisse aus der Forschung in der Versorgung ankommen und erst dann wissen wir, ob eine Neuerung den Patient*innen wirklich nutzt. Ich bin überzeugt, durch eine bessere Verknüpfung von klinischer Forschung und Versorgungsforschung ließe sich die Suche nach nutzbringenden medizinischen Innovationen viel gezielter gestalten als bislang. Auf dem Kongress widmen wir uns daher der Frage, ob und wie ungedeckte medizinische Bedarfe der Betroffenen besser identifiziert werden können“, erklärt Prof. Dr. Peter Falkai, Kongresspräsident des DKVF 2022. Falkai ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München; seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Versorgungsforschung sowie auf dem Gebiet der Entstehung und Therapie psychotischer Störungen.   Die Teilnehmer*innen des DKVF können sich in vier Vortragssträngen mit den verschiedenen Aspekten dieser Nutzendiskussion auseinandersetzen. Im ersten Track des DKVF geht es am Beispiel ausgewählter medizinischer Disziplinen um die Frage, wie mit versorgungsnahen Daten und speziell mit Registern Wissen für die Versorgung erzeugt werden kann. Im zweiten Track werden potentielle (methodische) Fehlerquellen vorgestellt, die den Erfolg oder Misserfolg von Studien ausmachen. Im Fokus des dritten Tracks stehen innovative Studiendesigns, die zum einen aus gewonnenen Studienergebnissen korrekte Rückschlüsse für neue Studien zulassen und zum anderen Anhaltspunkte für eine langfristig hochwertige und effektive klinische Versorgung liefern. Freie und aktuelle Themen der Versorgungsforschung wie z.B. Long COVID, qualitative Methoden, Gesundheitskompetenz oder Digital Health werden im vierten Track behandelt. Zu den Highlights des Kongresses zählt unter anderem die Plenarsitzung im Rahmen der Kongresseröffnung mit dem Titel „Changing healthcare through innovation“. In seiner Keynote Lecture beleuchtet Dr. Gerald Wiegand, Geschäftsführer von Moderna Deutschland, anhand der Geschichte der Entwicklung des Covid-Impfstoffes, welche Aspekte notwendig sind, um Innovation zu befördern und möglichst rasch in die Versorgung zu bringen. Dabei wird die Frage diskutiert, wie aus diesen Erfahrungen Entscheidungen für weitere Sprunginnovationen in der Medizin getroffen werden können.   Der Titel der zweiten Plenarsitzung am zweiten Kongresstag lautet „Wissen überprüfen – Versorgung verbessern“. In dieser Sitzung geht es vor allem um die Überprüfung von Daten auf ihre Verlässlichkeit und Validität, um den raschen Transfer von neuem Wissen in die klinische Praxis sowie um die Entwicklung von Living Guidelines, die diesen Prozess unterstützen. Die Keynote-Sprecher sind Prof. Dr. Christoph U. Correll von der Charité Berlin sowie Prof. Dr. Michael Wensing vom Universitätsklinikum Heidelberg. Die dritte Plenarsitzung fokussiert auf die partizipative Forschung unter Beteiligung von Betroffenen und Angehörigen. Keynote-Sprecher*innen sind Prof. Dr. Mogens Horder  von der University of Southern Danemark und  Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller, Universität Leipzig sowie Betroffene und Angehörige.

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