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Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Telefon: +49 (0)511 532 - 6565
Fax: +49 (0)511 532 - 5558
Prof. Lenarz (geb. 1956) leitet seit 1993 die Hals-Nasen-Ohrenklinik an der Medizinischen Hochschule Hannover. Nach Approbation 1981 und Habilitation 1987 im Fachgebiet Hals-, Nasen- Ohrenheilkunde an der Universität Heidelberg war er von 1989 bis 1993 Leitender Oberarzt der Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Tübingen.
In Hannover gründete er 2003 das Deutsche HörZentrum Hannover (DHZ) zur integrierten Versorgung von Patienten mit Schwerhörigkeiten einschließlich der klinisch bezogenen Forschung. Es folgten 2009 die Einrichtung des Forschungszentrums “VerbundInstitut für AudioNeurotechnologie und Nanobiomaterialien Hannover“ (VIANNA) und 2016 des Leistungszentrums Translationale Medizintechnik am Fraunhofer Institut ITEM.
Prof. Lenarz arbeitet schwerpunktmäßig auf dem Gebiet Hörimplantate, speziell Cochlea-Implantate, Hirnstammimplantate und Mittelhirnimplantate sowie implantierbare Hörgeräte. Die Hals-Nasen-Ohrenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover betreibt das weltweit größte Cochlea-Implantat-Programm mit mehr als 500 Implantationen pro Jahr und bisher mehr als 13.000 versorgten Patienten (Stand 9/2025).
Neben der intensiven klinischen Forschung verfügt die Klinik auch über ein umfangreiches experimentelles Forschungsprogramm, insgesamt hervorzuheben ist dabei der Exzellenzcluster „Hearing4all.connects“, der von der DFG für eine dritte Förderperiode ab 01. Januar 2026 ausgezeichnet wurde. Hauptsächliche Fragestellungen sind unter anderem neue genetische Ansätze zur Vorhersage, Diagnostik und Behandlung von Hörverlust. Wie KI dabei helfen kann, mit Hörgeräten und -implantaten wichtige von unwichtigen Klangquellen besser zu unterscheiden, ist ebenfalls Forschungsgegenstand. Außerdem wollen die Hörforschenden die Lebensrealität der Menschen noch stärker berücksichtigen. Die Bedeutung von Mehrsprachigkeit für das Hören, Untersuchungen außerhalb des Labors und der Wert des Hörens für soziale Interaktionen stehen daher im Vordergrund. Zentral bleibt auch weiterhin die enge Zusammenarbeit mit außeruniversitären Partnern, die die zeitnahe Anwendung der Forschungsergebnisse in der Praxis unterstützten.
Prof. Lenarz ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgesellschaften, darunter der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und der Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften. Von 2013 bis 2019 hatte er den Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) im VDE inne, zuvor war er zwischen 2010 und 2013 deren Stellvertretender Vorsitzender. Zudem ist er Mitglied im Editorial Board mehrerer Fachzeitschriften. Er hat die Jahrestagungen zahlreicher Fachgesellschaften wie CURAC, DGA oder der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien ausgerichtet, dazu die Jahrestagung der Gesellschaft für Schädelbasischirurgie in 2008 und 2023 und das European Symposium on Paediatric Cochlear Implantation ESPCI in 1996 und 2025.