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MySugr will „größte Diabetes-Brand der Welt“ werden

13.09.17 · 

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Ein Vierteljahr nach der Übernahme durch Roche treiben die Gründer des Diabetes-App-Startups mySugr Expansionspläne um. Ziel bleibt ein offenes digitales Ökosystem.

 

Die mySugr-Übernahme gilt als einer der größten, wenn nicht der größte „Exit“ eines Digital-Health-Startups in Europa bisher. Der Kaufpreis wurde nicht mitgeteilt, aber Gerüchten zufolge könnten es 80 Millionen Euro gewesen sein. In einem auch als Video verfügbaren Interview mit dem österreichischen Portal Trending Topics haben sich die vier Gründer jetzt zu den ersten Monaten nach der Übernahme und zur Zukunft von mySugr geäußert.

 

Generell befinde man sich noch in der „Honeymoon-Phase“, so Mitgründer Frank Westermann. Das Interesse seitens des Mutterkonzerns Roche Diagnostics sei sehr groß, und umgekehrt würden die Möglichkeiten zunehmend deutlich, die ein globaler Konzern bieten könne. So eröffne sich plötzlich eine Perspektive für Märkte wie China, Russland oder Australien, die das Unternehmen bisher noch gar nicht im Blick hatte. „Wir wollen die größte Diabetes-Brand der Welt werden, und das ist jetzt keine Träumerei mehr“, so Gerald Stangl, ein weitere Mitgründer.

 

Stangl betont auch noch einmal, was bereits bei der Übernahme anklang. Ziel sei nicht, mySugr zu einer digitalen Plattform für die Blutzuckermessgeräte von Roche Diagnostics zu machen: „Wir wollen gemeinsam mit Roche ein offenes Ökosystem aufbauen“, so Stangl. Das Unternehmen soll auch weitgehend eigenständig bleiben, bis hin zur Außenkommunikation.

 

Was die Weiterentwicklung des mySugr-Angebots angeht, gehen die Pläne jetzt deutlich über die bisherige App hinaus. Die App sei letztlich nur der Türöffner, quasi der „Platz in der Hosentasche.“ Auf Dauer soll ein ganzheitliches Diabetes-Management angeboten werden, bei dem beispielsweise ausgebildete Diabetes-Coaches via App individuelle Beratung geben, bei dem Blutzuckermesstreifen automatisch nach Hause geliefert werden und die Insulinmenge per App berechnet wird. Kooperationsverträge mit Krankenversicherungen sollen die Finanzierung sichern.

 

Link zu Interview und Video https://www.trendingtopics.at/exit-2017-diabetes-roche-mysugr-wir-wollen-die-groesste-diabetes-brand-der-welt-werden/amp/#after-recommended

 

Text: Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM


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