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Vernetzung |

NHS hat die Faxen dicke

Auf Nimmerwiedersehen: Das britische Gesundheitswesen sagt zum Faxgerät lautstark Servus.

 

Ab Januar dürfen Ärzte im staatlichen britischen Gesundheitswesen NHS keine Faxgeräte mehr kaufen. Die Geräte, die noch existieren, müssen bis zum 31. März 2020 aus dem verkehrt gezogen werden. Grund sind Sicherheitsbedenken, zumal sichere digitale Kommunikationswege zur Verfügung stehen, die die Praxen nutzen können.

 

Etwa 9000 Faxgeräte seien NHS-weit noch im Einsatz, hat das Royal College of Surgeons (RCS) berechnet. RCS-Sprecher Richard Kerr bezeichnete den Einsatz von Faxgeräten in einem modernen Gesundheitswesen gegenüber der BBC als „absurd“. Am meisten Faxgeräte kommen laut RCS im Raum Newcastle zum Einsatz. Dort seien es noch genau 603 Maschinen.

 

Gemessen an hiesigen Standards sind die Kommunikationsverhältnisse im NHS also ziemlich rosig. In Deutschland gibt es zwar keine Statistiken, aber die Zahl wird in jedem Fall sechsstellig sein. Richard Kerr würde sich die Augen reiben und dann in tiefe Depression versinken.


Text: Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM