Lange angekündigt, jetzt online: In Österreich wurde der Entwurf einer Rahmenrichtlinie für das Telemonitoring bei Diabetes, Herzinsuffizienz und Implantatnachsorge zur Kommentierung freigegeben. Er setzt weitgehend auf internationale Standards.
Im österreichischen Gesundheitswesen soll Telemonitoring zum Bestandteil der dort existierenden Disease Management-Programme werden. Ziel ist es, dass Ärzte das Telemonitoring im Rahmen dieser Versorgungsprogramme als Zusatzoption in der elektronischen Patientenakte (ELGA) des jeweiligen Patienten anwählen können. Die ELGA soll dann auch als Plattform für die Datenübertragung vom Monitoring-Equipment zur medizinischen Einrichtung dienen.
Damit das funktioniert, soll das Telemonitoring nicht nur in die IHE-Rahmenarchitektur der ELGA „eingezimmert“ werden. Auch die für die Programme zugelassenen mobilen Endgeräte sollen internationale Standards erfüllen. Hier sollen die Continua Design Guidelines der Personal Connected Health Alliance im Vordergrund stehen. Österreich hatte sich schon im vergangenen Jahr gemeinsam mit skandinavischen Ländern in einem Brief an die EU gewandt mit der Bitte, die Umsetzung von Continua-Guidelines stärker zu unterstützen, etwa indem in öffentlichen Ausschreibungen dieser Standard eingefordert wird. Bisher gibt es nur sehr wenige Produkte, die die Anforderungen der schon länger vorliegenden Continua-Rahmenarchitektur erfüllen.
Text: Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM
