Vernetzung

Schweiz erneuert ihre E-Health-Strategie

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15.01.19 · 

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Der Bundesrat in der Schweiz hat Ende des Jahres die schon länger avisierte Strategie E-Health Schweiz 2.0 verabschiedet, die bis 2022 gelten soll. Kernpunkt: Die landesweite Einführung des E-Patientendossiers.

 

Die E-Health-Strategie der Schweiz kann auf der Webseite von E-Health-Suisse heruntergeladen werden. Sie definiert insgesamt 25 Ziele in drei Handlungsfeldern, nämlich „Digitalisierung fördern“, „Digitalisierung koordinieren“ und „Zur Digitalisierung befähigen“. Allen drei Handlungsfeldern übergeordnet sind ein Bekenntnis zur Etablierung digitaler Anwendungen im Gesundheitswesen, ein Bekenntnis zu einer abgestimmten Vorgehensweise mit Mehrfachnutzung von Daten und Infrastrukturen und ein Aufruf an die Bürger zu einem verantwortungs- und risikobewussten Umgang mit Gesundheitsdaten.

 

Inhaltlicher Kernpunkt der Schweizer E-Health-Strategie ist die flächendeckende Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD). Es ist bisher vor allem in den Kantonen Genf und Basel eingeführt. Ein Bundesgesetz sieht vor, dass sich Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken und psychiatrische Kliniken zu zertifizierten so genannten Stammgemeinschaften zusammenfinden oder sich existierenden Gemeinschaften anschließen müssen. Pflegeheime haben dafür bis 2022 Zeit, für niedergelassene Ärzte ist die Anbindung noch freiwillig.

 

Text: Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM

 

Weitere Informationen

Strategie eHealth Schweiz 2.0 2018-2022 – Ziele und Maßnahmen von Bund und Kantonen zur Verbreitung des elektronischen Patientendossiers sowie zur Koordination der Digitalisierung rund um das elektronische Patientendossier

https://www.e-health-suisse.ch/fileadmin/user_upload/Dokumente/2018/D/181214_Strategie-eHealth-Suisse-2.0_d.pdf


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