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Unternehmensnews |

Alexianer bauen Telemedizin aus: Der Facharzt aus der Ferne

Gemeinsames Wissen bündeln: Rahmenvertrag mit TCC schafft die Grundlage für eine stärkere Vernetzung von Behandlungsteams. Erste Anwendungen sind in Geriatrie, Orthopädie und Psychiatrie geplant.

Die Alexianer wollen die medizinische Zusammenarbeit zwischen ihren Einrichtungen gezielt ausbauen. Dafür hat die Unternehmensgruppe einen Rahmenvertrag mit dem Telemedizin-Unternehmen TCC abgeschlossen. Auf Basis einer gemeinsamen digitalen Plattform sollen Behandlungsteams künftig einfacher fachliche Unterstützung aus anderen Alexianer-Einrichtungen hinzuziehen können. Als erste Anwendungsfelder sind Geriatrie, Orthopädie und Psychiatrie vorgesehen.

 

Mit der Vereinbarung konkretisieren beide Unternehmen ihre bereits bestehende Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt steht zunächst die Vernetzung innerhalb der Alexianer Gruppe: Für telemedizinische Konsile und gemeinsame Fallbesprechungen können medizinische Daten und relevante klinische Informationen über die TCC-Plattform strukturiert bereitgestellt werden. So sollen spezialisierte Kompetenzen stärker für die Versorgung an anderen Standorten genutzt werden.

 

„In unseren verschiedenen Einrichtungen gibt es viel spezialisiertes Wissen. Dieses Wissen wollen wir stärker gemeinsam und übergreifend nutzen“, sagt Thomas Clausing, Leiter des Referats Consulting und Mitglied der erweiterten Geschäftsführung der Alexianer GmbH. „Wenn ein Behandlungsteam bei einer medizinischen Fragestellung zusätzliche Expertise benötigt, soll die Unterstützung aus einer anderen Alexianer-Einrichtung einfacher werden. Damit stärken wir die Teams und die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten vor Ort.“

 

Die geplante Vernetzung trägt auch der zunehmenden Spezialisierung in der Krankenhausversorgung Rechnung. Wenn fachliche Schwerpunkte an einzelnen Standorten gebündelt werden, gewinnt die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen an Bedeutung. Telemedizin soll diese Zusammenarbeit unterstützen und die Behandlung vor Ort um zusätzliche fachliche Perspektiven ergänzen.

 

„Telemedizin muss sich an den Anforderungen der medizinischen Teams orientieren“, sagt Prof. Dr. Christian Storm von TCC. „Deshalb setzen wir gemeinsam mit den Alexianern bei konkreten Anwendungsfällen an. Unsere Plattform schafft die technische Verbindung, über die klinische Informationen und medizinische Expertise für die standortübergreifende Zusammenarbeit nutzbar werden.“

 

Ausgehend von den drei geplanten Fachgebieten sollen weitere Anwendungen und Standorte schrittweise hinzukommen. Perspektivisch ist auch die Einbindung regionaler Versorgungspartner möglich. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf dem Aufbau des Alexianer-internen Netzwerks.

Die Alexianer Gruppe ist eines der größten konfessionellen Gesundheits- und Sozialwirtschafts-Unternehmen und bundesweit in fünf Verbünden, sechs Bundesländern und acht Bistümern tätig. Die Alexianer beschäftigen derzeit 35.000 Mitarbeitende und betreiben somatische und psychiatrische Krankenhäuser, medizinische Versorgungszentren sowie Einrichtungen der Senioren-, Eingliederungs- und Jugendhilfe. Als gemeinsames Dach der Unternehmensgruppe arbeitet die Alexianer GmbH im Auftrag der Stiftung der Alexianerbrüder, die als Träger und Gesellschafter das Erbe der 800 Jahre alten Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder und anderer Ordensgemeinschaften bewahrt. 2025 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von mehr als 2,5 Mrd. Euro.

www.alexiander.de