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Köpfe&Karrieren

Prof. Lalith Kumar Shiyam Sundar erhielt ICPO Research Grant für „KI-gestützte Fortschritte in der Präzisionsonkologie“

Bild: © LMU

Die International Centers for Precision Oncology (ICPO) Foundation gab heute den Gewinner ihres ersten KI-Forschungsaufrufs zum Thema „KI-gestützte Fortschritte in der Präzisionsonkologie“ mit einer Fördersumme von 100.000 Euro bekannt. „Das Ziel dieser Initiative ist es, die Grundlagen zu schaffen, damit künstliche Intelligenz klinisch sinnvoll, vertrauenswürdig und letztlich vorteilhaft für die Patientenversorgung in der Theranostik eingesetzt werdenkann“, erklärte Sen. h. c. Udo Vetter, Vorsitzender der ICPO Foundation. In der täglichen klinischen Praxis sind medizinische Daten oft fragmentiert und heterogen, insbesondere in der Theranostik, wo Bildgebungs-, klinische und Behandlungsdaten über verschiedene Systeme verteilt gespeichert sind. „Um digitale Werkzeuge in der Forschung verantwortungsvoll und effektiv einsetzen zu können, müssen die zugrunde liegenden Daten zunächst gut aufbereitet, strukturiert und harmonisiert werden“, kommentierte Prof. Richard P. Baum, Trustee der ICPO Foundation und Präsident der „ICPO Academy for Theranostics“. Entsprechend ist das erste Jahr dieser dreijährigen ICPO-Initiative dem Aufbau einer robusten Dateninfrastruktur gewidmet, bevor in den Folgejahren komplexere Forschungsfragen adressiert werden.

 

Das ausgewählte Projekt ist „ARCHE – Eine KI-gestützte Kurations- und Harmonisierungseinheit zur Strukturierung multimodaler Theranostikdaten“, geleitet von Prof. Lalith Kumar Shiyam Sundar am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München-Großhadern, Deutschland.

 

„Mit diesem Projekt fördert die ICPO Foundation nicht nur Forschung – wir investieren in eine Methodik, die die Zukunft der Präzisionsonkologie prägen und das ICPO Theranostics Center of Excellence Netzwerk weltweit stärken wird“, erklärte Odile Jaume, CEO der ICPO Foundation.

 

„Über Jahrzehnte wurde die Datenaufbereitung in der KI oft als nachrangig betrachtet – dabei sind hochwertige, strukturierte und saubere Daten grundlegend für den Erfolg von KI. Forschende verbringen routinemäßig den Großteil ihrer Zeit mit der Aufbereitung von Datensätzen statt mit Innovation. Dank der vorausschauenden Unterstützung der ICPO Foundation verfügen wir endlich über gezielte Ressourcen, um die autonome Datenkuratierung zu einer eigenständigen Wissenschaft zu erheben“, sagte Prof. Lalith Kumar Shiyam Sundar vom LMU Klinikum München und brachte damit seine Dankbarkeit für den Erhalt dieses ICPO AI Research Grant zum Ausdruck.

 

ICPO erhielt 18 hochwertige Bewerbungen aus 12 Ländern, darunter aus Afrika, Nordamerika, Asien und Europa. Alle Anträge wurden von einem internationalen Evaluationsausschuss aus sechs Expertinnen und Experten gründlich geprüft, sowohl aus dem Scientific Advisory Board der ICPO als auch aus dem Bereich Künstliche Intelligenz. Dadurch wurde Fachwissen aus Nuklearmedizin, Physik und KI kombiniert.

 

Das ausgewählte Projekt „ARCHE – Eine KI-gestützte Kurations- und Harmonisierungseinheit zur Strukturierung multimodaler Theranostikdaten“ schlägt eine KI-gestützte Harmonisierungslösung speziell für Theranostikdaten vor. Diese wird innerhalb eines einzelnen klinischen Hochvolumenzentrums implementiert und auf einer großen, vollständig und unmittelbar zugänglichen Real-World-Kohorte von mehr als 1.000 Patientendatensätzen entwickelt, einschließlich verschiedener Radioisotope. Dies schafft eine einzigartige Möglichkeit, vom Konzept zur Umsetzung zu gelangen und zu demonstrieren, wie strukturierte, multimodale Daten zu einem gemeinsamen Nutzen für die Theranostik-Community werden können.

 

Die Bekanntgabe erfolgte auf dem 8. Theranostics World Congress 2026 in Kapstadt, Südafrika.