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Interview

Herr Bötticher, woran arbeiten Sie zur Zeit?

 

Durch die Ernennung zum dritten Geschäftsführer neben Klaus Kleber und Jörg Holstein Anfang des Jahres, hat sich mein Aufgabenbereich deutlich verändert. Als Verantwortlicher für den gesamten Vertrieb liegt mein Hauptaugenmerk momentan auf der Harmonisierung der Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland. Wobei mir der nationale Markt und dessen Vertriebsgesetze bestens vertraut sind  – hier arbeiten wir bereits mit einer gut strukturierten und funktionierenden Organisation. Im internationalen Markt gibt es für mich jedoch noch einiges zu entdecken, hier arbeiten wir ausschließlich mit Vertriebspartnern, ein eigenständiges Vertriebsteam im Ausland gibt es nicht. Meine Priorität ist es darum, mich in die aktuellen Projekte unserer Partner und deren Märkte einzuarbeiten. Der anstehende European Congress of Radiology in Wien bietet dazu eine gute Gelegenheit. 

 

Parallel dazu läuft das „Business as usual“: Auch im Jahr 2013 engagiert sich VISUS auf zahlreichen Veranstaltungen und in diversen Projekten. Im Rahmen der Entscheiderfabrik 2013 sind wir beispielsweise gleich mit zwei Projekten im Rennen. Zum einen arbeiten wir gemeinsam mit der Uniklinik Münster, der Uniklinik Aachen und der MSG Chemnitz aktiv am Ausbau der Vernetzung auf DICOM-Basis und der Etablierung weiterer Netzwerke. Zum anderen begleiten wir das von Vivantes vorgeschlagene und gewählte Projekt zum Thema IHE.

 

Natürlich entwickeln wir auch unsere Produktpalette weiter und so präsentierten wir bereits Mitte Februar  auf dem Führungskräftemeeting am Meer in Heiligendamm das jüngste Kind der VISUS Familie – JiveX Mobile. Unser Ziel ist es, einen MPG- konformen Viewer zur Verfügung zu stellen, der zum einen gemäß unserer Philosophie alles darstellen kann, also neben rein radiologischen Bilddaten auch EKG-Daten oder PDF- Dateien. Zum anderen soll das System aber auch infrastruktur-unabhängig sein (z.B. IOS, Windows, Android) und den strengen Datenschutzrichtlinien gerecht werden. Darum liegen bei der mobilen Lösung von JiveX keine Daten auf dem Gerät, sondern werden ausschließlich über einen Webviewer aufgerufen.  

 

Und schließlich kümmere ich mich auch weiterhin mit um unsere nationalen Vertriebsgeschäfte, ganz aktuell um die Projektbetreuung unseres neuesten Kunden, der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO). Hier realisieren wir eine radiologische PACS-Migration sowie den Ausbau zu einer JiveX Integrated Imaging Lösung (PACS-II) an insgesamt 8 Standorten. Allein in 2012 konnten wir über 30 Kliniken und zahlreiche Praxen als Neukunden von unseren Produkten überzeugen und diesen Trend möchten wir natürlich fortsetzen. Ich bin überzeugt, dass wir dafür mit Rudolf Heupel als neuem Vertriebsleiter Deutschland entsprechend gerüstet sind. 

 

Was ist für Sie momentan das spannendste Projekt?

 

Wir sind bereits seit längerer Zeit damit beschäftigt, den Gedanken des ganzheitlichen Bildmanagements, wir nennen das JiveX Integrated Imaging (PACS-II), auch in Deutschland zu etablieren. In den Niederlanden sind wir mit gut 25 von 100 Krankenhäusern eindeutiger Marktführer im Bereich Bildmanagement außerhalb der Radiologie. Von diesen Erfahrungen profitieren wir nun auch hierzulande und sind in der Lage, unsere Kunden profund bei der Etablierung von PACS-II zu beraten. Denn diese Projekte sind aufwändiger in der Umsetzung, da viele Standards, die wir aus der Radiologie kennen, hier noch nicht geschaffen wurden. Im Laufe der letzten Jahre ist es uns gelungen, einige solcher Standards zu entwickeln. Diese reichen vom Anschluss über analoge Bildquellen bis hin zu Integration ganzer Systeme und dem Anschluss von komplett schnittstellenfreien Medizingeräten, die weder DIOM noch HL7 noch XML sprechen. Wir überführen alles in das DICOM-Format und geben dadurch unseren Kunden einen maximalen Freiheitsgrad bei Systementscheidungen. Selbst JiveX kann durch den DICOM-Standard jederzeit durch ein anderes System ersetzt werden, wenn es denn die Leistungsfähigkeit von JiveX hat und den identischen, exzellenten Service bietet.

 

Wir führen viele spannende Gespräche und merken, dass das Interesse deutscher Kliniken extrem hoch ist – ebenso wie der Wille zur Umsetzung. Denn auch in diesem Segment konnten wir im vergangen Jahr einige Neukunden, wie das Krankenhaus Bethanien in Moers oder die MSG Chemnitz, gewinnen. Übrigens: Auch in Schweizer Krankenhäuser ist PACS-II sehr gefragt. Durch unseren offenen, partnerschaftlichen Umgang auch mit anderen Systemanbietern, machen diese Projekte auch sehr viel Spaß.

 

Und worin sehen Sie aktuell das größte Hemmnis?

 

Für mich persönlich derzeit im Faktor Zeit. Denn durch die aktuelle Herausforderung der Verzahnung der inländischen mit den internationalen Vertriebsaktivitäten bleibt manchmal etwas weniger Zeit für Aktivitäten außerhalb des Berufs. Mir ist aber ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit sehr wichtig. Glücklicherweise lässt sich beides manchmal sogar verbinden: Beim diesjährigen VISUS Spendenlauf am 12. Mai 2013 im Rahmen des VIVAWest Marathons, kann ich beispielsweise meiner Leidenschaft zum Laufen sogar während der Arbeitszeit frönen. Und das für einen guten Zweck: In diesem Jahr gehen die Erlöse aus dem Spendenlauf an das Franz-Sales-Haus in Essen. Der Spendenlauf findet bereits zum 5. Mal statt und lockte bisher zwischen 50 bis 80 Kunden, Partner und Mitarbeiter auf die Straße. Wer mitlaufen möchte, kann sich gerne bei uns melden.

3 Fragen an ...

Guido Bötticher, den neuen Geschäftsführer Vertrieb bei VISUS

 

Guido Bötticher

Guido Bötticher, bisher VISUS Vertriebsleiter für Deutschland, ist in die Geschäftsführung des Bochumer Unternehmens eingestiegen. An der Seite von Jörg Holstein und Klaus Kleber wird er künftig den nationalen und internationalen Vertrieb verantworten. Guido Bötticher verfügt bereits über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Bereich der Healthcare-IT. Der diplomierte Volkswirt mit Schwerpunkt Gesundheitsmanagement arbeitete für unterschiedliche KIS und PACS-Hersteller sowie als Krankenhaus IT-Leiter, bevor er 2008 zum Bochumer Bildmanagementexperten wechselte.