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Big Data

In englischen Allgemeinarztpraxen soll im Herbst 2014 die Pilotphase für das umstrittene Projekt care.data anlaufen.

 

Care.data ist ein Big Data-Projekt, das aus den IT-Systemen von Allgemeinarztpraxen monatlich automatisiert Versorgungsdaten extrahiert, die dann für die Versorgungsforschung verwendet werden. Die Daten sollen unter anderem mit den Daten der britischen Krankenhäuser abgeglichen werden, um aussagekräftige Analysen zu ermöglichen.

 

Ursprünglich sollte care.data bereits im Herbst 2013 starten. Es gab allerdings erhebliche Kritik, die sich unter anderem daran entzündete, dass das Projekt in der Öffentlichkeit kaum kommuniziert wurde. Wegen dieser Kritik wurde der Startschuss auf Frühjahr 2014 verschoben. Jetzt rückt er weitere sechs Monate nach hinten. Grund sind vor allem Datenschutzbedenken. So sind in den letzten Wochen und Monaten Forderungen laut geworden, dass Patienten ein Recht haben sollen, die Weitergabe identifizierbarer Daten zu verweigern.

 

Bis Herbst soll jetzt die Sicherheitsarchitektur von care.data noch einmal überprüft werden. Der Patienten-Opt-out aus dem Projekt soll vereinfacht werden. Und es soll ein Gesetz verabschiedet werden, das den Verkauf der Daten an kommerzielle Nutzer, wie etwa Krankenversicherungen oder Pharmaunternehmen, verhindert.