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Digitale Nephrologie

Telemedizinischer Ultraschall-Service ausgezeichnet

 

Bei der Premiere der Konferenz der Kommission Digitale Nephrologie wurde eine telemedizinische Lösung für die Nierensonographie ausgezeichnet.

 

Die Kommission Digitale Nephrologie beschäftigt sich innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) mit den Themen Telemedizin und eHealth. Die Konferenz zur digitalen Nephrologie, die jetzt erstmalig in Münster stattfand, illustriert, dass sich Fachgesellschaften zunehmend für eHealth und Telemedizin interessieren.

 

Im Rahmen der Konferenz wurde der eHealth Preis 2015 verliehen, um den sich zehn nephrologische eHealth-Projekte beworben hatten. Sieger wurde das Telemedizinprojekt „Basis-Sonographie der Nieren und der ableitenden Harnwege im Kindes- und Jugendalter“. Das Projekt der Kinderklinik Traunstein und der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden erlaubt jungen Kinderärzten, die mit der Nierensonographie oft nicht genug Erfahrung haben, zum einen eine strukturierte Befunderhebung, zum anderen eine anonymisierte Weiterleitung von Befund- und Bilddaten an Konsilärzte im Sinne einer Qualitätskontrolle.

 

„Ein solches Projekt hilft, fachärztliche Expertise auch in strukturschwachen Bereichen anbieten zu können“, sagte DGfN-Vize-Präsident Professor Dr. Andreas Kribben. Auf unterversorgte Regionen zielt auch das spanische Projekt RenalHelp, das ebenfalls mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Es kombiniert Online-Informationen zu chronischen Nierenerkrankungen mit Social-Media-Elementen. Karl Heinz Wilbers von der Patientenvereinigung I.G. Niere e.V. erinnerte daran, dass Patienten an der Entwicklung und Einführung von eHealth-Lösungen beteiligt werden müssten. Ist das gewährleistet, sieht er großes Potenzial für eine Verbesserung der Versorgung von Nierenpatienten in Deutschland.