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Direktor des Instituts für Angewandte Medizininformatik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Institut für Angewandte Medizininformatik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Christoph-Probst-Weg 1
20251 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 7410-57618
E-Mail-Kontakt
https://www.uke.de/iam
Prof. Dr. med. Frank Ückert ist Professor für Angewandte Medizininformatik und seit 2021 Direktor des Instituts für Angewandte Medizininformatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Das Institut gehört zum Zentrum für Experimentelle Medizin des UKE. Es erschließt komplexe und heterogene medizinische Datenbestände für die Forschung, unterstützt interdisziplinäre und internationale Kooperationen und entwickelt Lösungen, die anspruchsvolle Datenanalysen vereinfachen.
Nach seinem Medizinstudium an der Universität Münster und seiner mit summa cum laude abgeschlossenen Promotion war Frank Ückert zunächst Juniorprofessor für Medizinische Informatik am Universitätsklinikum Münster. Von 2011 bis 2015 hatte er eine Professur für Medizinische Informatik an der Universitätsmedizin Mainz inne. Anschließend leitete er als Professor der Universität Heidelberg die Abteilung Medizinische Informatik in der Translationalen Onkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum. Seit Februar 2021 ist er am UKE tätig.
Er half 2003 bei der erfolgreichen Gründung eines universitären Spin-Off-Unternehmens. Jahrelang war er Vorstandsmitglied des TMF e.V. und seit 2010 hält er das GMDS Zertifikat Medizinische Informatik. Aktuell ist Prof. Ückert als Arbeitsgruppenleiter am Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendheilkunde aktiv.
Seine Arbeiten wurden u.a. 2002 mit dem „Peter L. Reichertz Memorial Prize“ der Europäischen Föderation für Medizinische Informatik ausgezeichnet.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie medizinische Daten sicher, interoperabel und wissenschaftlich nutzbar gemacht werden können. Zu seinen aktuellen Schwerpunkten gehören die Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten, Datenhaltungs- und Visualisierungskonzepte, angewandte künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen sowie Softwarelösungen für die Präzisionsmedizin.
Weitere Forschungsgebiete umfassen verteilte IT-Systeme und dezentrale Suchverfahren, Datenschutz, klinische Dokumentationssysteme, die Interoperabilität medizinischer Daten und Prozesse sowie die Entwicklung von Open-Source-Software, beispielsweise für flexibel konfigurierbare klinische Register.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit liegt auf der medizinischen Datenintegration und der Nutzung moderner Informationstechnologien für die translationale und onkologische Forschung. Dabei werden klinische, molekulare und weitere komplexe Daten gemeinsam erschlossen, um Forschungsergebnisse besser in diagnostische und therapeutische Anwendungen überführen zu können.