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Werner, Prof. Dr. Jochen A.

Prof. Dr. Jochen A. Werner

Vorstandvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Universitätsmedizin Essen
Hufelandstraße 55
45147 Essen

Telefon: +49 (0)201 723 5001
E-Mail-Kontakt
www.uk-essen.de


Prof. Dr. Jochen A. Werner wurde in Flensburg geboren und studierte Humanmedizin an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Nach seiner Promotion 1987 begann er seine Tätigkeit als Arzt und Wissenschaftler der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie des Universitätsklinikums Kiel. 1993 habilitierte er sich und wurde zwei Jahre später zum leitenden Oberarzt der Kieler Universitäts-HNO-Klinik ernannt. 1998 folgte Prof. Werner dem Ruf auf den Lehrstuhl für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Philipps-Universität Marburg. Während seiner Tätigkeit als Studiendekan der Medizinischen Fakultät von 2004 bis 2006 begleitete er den komplexen Prozess der Fusionierung und Privatisierung der Universitätsklinika Gießen und Marburg aus Sicht der Lehre und gestaltete in Marburg maßgeblich den Aufbau des Dr.-Reinfried-Pohl-Zentrums für Medizinische Lehre mit. Von 2011 bis 2015 war Prof. Werner Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Marburg sowie Ärztlicher Geschäftsführer der in der UKGM GmbH fusionierten Universitätsklinika Gießen und Marburg, davon die letzten beiden Jahre in Vollzeit. Ebenfalls 2011 wurde Werner in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Zusätzlich übernahm Werner 2014 und 2015 die Rolle des Sprechers im  Medical Board des UKGM-Mutterkonzerns Rhön-Klinikum AG, dem zum damaligen Zeitpunkt viertgrößten deutschen Klinikkonzern mit 10 Kliniken an 5 Standorten und etwa 5000 stationären Betten. Zehn Jahre war Werner darüber hinaus Herausgeber der European Archives of Otorhinolaryngology, and Head and Neck, der ältesten HNO-Zeitschrift Europas.

 

Seit seiner Berufung zum Vorstandsvorsitzenden und Ärztlichen Direktor der Universitätsmedizin Essen im Herbst 2015 widmet sich Prof. Werner verstärkt der Digitalisierung in der Medizin mit der Prämisse, die einzigartigen Chancen für die Patienten, deren Angehörige und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzbar zu machen und deren Wohlbefinden explizit in den Mittelpunkt der klinischen Prozesse zu stellen. Der Leitgedanke des „Smart Hospital“, das derzeit an der Universitätsmedizin Essen umgesetzt wird, beschriebt dabei die Vision eines digitalisierten, innovativen und prozessoptimierten Krankenhauses der Zukunft, das auch durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz deutlich effizienter und vernetzter arbeitet als heute. Das Smart Hospital wird nicht durch die baulichen Grenzen aus Beton, sondern die Krankengeschichte der Patienten definiert. Es ist ein zentraler Bestandteil und Steuerungsplattform einer „Medical Cloud“, die vor der Einweisung des Patienten ins Krankenhaus beginnt und nach der erfolgten klinischen Behandlung weit in die poststationäre Phase hineinreicht , bis hin zur Rehabilitation. Neben der Behandlung erkrankter Menschen gilt ein weiterer Kerngedanke der „Disease Interception“, also der kontinuierlichen Gesunderhaltung sowie der frühen Beeinflussung von Krankheiten noch vor deren Entstehung statt des seit Jahrhunderten agierenden „Reparaturbetriebs“. Die Digitalisierung im Rahmen des Smart Hospital nutzt den Menschen und eröffnet neue Möglichkeiten in der Behandlung und mehr Zeit für Zuwendung in der Pflege.