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Health-IT |

ePflegebericht auf dem Weg in die Praxis

Mit dem ePflegebericht gibt es seit einiger Zeit einen Industriestandard für die elektronische Übermittlung von Pflegedaten. Jetzt wird auf eine breite Einführung in der Fläche hingearbeitet. Der ePflegebericht ist ein CDA-Dokument. Es enthält die Basisdaten von Patient, Sender und Empfänger im Dokumenten-Header und Daten zum Pflegeprozess, zu sozialen und sozialrechtlichen Informationen, zum Homecare-Status und zu medizinischen Informationen im Dokumenten-Body. Ein Problem in der Umsetzung sei, dass viele Pflegekräfte und Pflegedienste nur schwer davon zu überzeugen seien, ihre vertrauten Überleitungsbögen aufzugeben, sagte die Pflege-IT-Expertin Mareike Przysucha von der Hochschule Osnabrück.

 

Mareike Przysucha berichtete im Rahmen des conhIT-Kongresses vom aktuellen Stand der Umsetzung und der Evaluation des ePflegeberichts. Kürzlich beendet wurde eine Machbarkeitsstudie, bei der für 114 papierbasierte Überleitungsbögen aus ganz Deutschland analysiert wurde, ob sich die jeweiligen Inhalte alle im elektronischen Pflegebericht widerspiegeln. Das Ergebnis war positiv: „Alle Überleitungsbögen passen in den Bericht“, so Przysucha. Allerdings füllen nicht alle derzeit eingesetzten Überleitungsbögen alle Felder des ePflegeberichts vollständig aus.


Forschungsprojekt an der Hochschule Osnabrück
Um die Umsetzung des ePflegeberichts in der Fläche zu fördern, gab es an der Hochschule Osnabrück jetzt ein Forschungsprojekt. Es wurde untersucht, ob sich der ePflegebericht auch mit den vertrauten Nutzeroberflächen typischer Überleitungsbögen füllen lässt. Dazu wurde eine Software entwickelt, mit deren Hilfe grafische Nutzeroberflächen nachgebildet wurden, die denen von fünf exemplarisch ausgewählten Überleitungsbögen aus unterschiedlichen Regionen entsprachen. Zum Einsatz kam die Programmiersprache Java 1.7. 


Im Ergebnis konnten die Osnabrücker zeigen, dass sich aus den Pflegekräften vertrauten Nutzeroberflächen grundsätzlich ein standardisierter ePflegebericht exportieren lässt. Erzeugt werde dabei ein Dokument im XML-Format, das sowohl vom PC verarbeitet als auch in ein menschenlesbares Format überführt werden könne, so Przysucha. Noch ungelöst seien bisher allerdings Fragen des sicheren Datentransports und die Anbindung an Klinikinformationssysteme.

 

Quelle: conhIT