Bei der NUM Convention in Berlin gab es von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär erste Details dazu. Die Ministerin outete sich als NUM-Fan: Das NUM sei „ein wichtiges Scharnier zwischen den Standorten der Universitätsmedizin und auch dem Robert Koch-Institut“. Für die NUM-Verstetigung sei im nächsten Schritt eine Bund-Länder-Vereinbarung nötig. Die ist noch in Arbeit.
Wesentliche Inhalte seien aber schon geklärt: „Wir werden eine NUM GmbH gründen“, so Bär. Diese sei dann auch „eine gute Heimat“ für Projekte wie das German Biobank Network oder die Datenintegrationszentren (DIZ) der Medizininformatik-Initiative, die derzeit in ihrem wohl letzten Jahr ist. Dass es Geld kostet, das NUM zum Statthalter von Infrastrukturen zu machen, ist der Ministerin klar: „Da können wir auch noch mal Mittel aus dem Sondervermögen einsetzen.“
Mittelfristig, so Bär, müsse das NUM zum Enabler für den Abruf von Daten der deutschen Universitätsmedizin werden. Vorbild könne hier die deutsche Biobank-Infrastruktur sein, laut Bär „ein Paradebeispiel dafür, wie dezentrale Forschungsinfrastrukturen bundesweit über eine nationale Anlaufstelle zugänglich gemacht werden können“.
Für den Noch-Leiter des NUM Prof. Dr. Heyo Kroemer, Charité Berlin, ist die Verstetigung der Lohn für jahrelange Arbeit: „Wir haben Strukturen in innovativer Weise zusammengeschaltet. In Zeiten knapper Mittel war dieser kooperative Ansatz wegweisend.“ Allerdings: „Bis Ende 2026 wird das nur gelingen, wenn wir zeitnah starten können.“ Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sei eine intensive Zusammenarbeit mit der Industrie für die neue NUM GmbH unverzichtbar, so Kroemer, der seinen Posten im Zuge der Verstetigung aufgeben wird: „Das NUM wird intensiver mit der Industrie zusammenarbeiten müssen.“ Dorothee Bär wird das gern gehört haben.
