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MedTech |

Roboter kann Blase

© Damian

Eine robotisch unterstützte, laparoskopische Blasenentfernung bei Harnblasenkrebs hat Vorteile gegenüber der offenen Blasenentfernung.

 

Die im vergangenen Jahr beendete und jetzt in der Zeitschrift The Lancet publizierte RAZOR-Studie ist eine der ersten großen randomisierten Studien zur robotischen Chirurgie der neueren Generation. Ihre Ergebnisse wurden daher mit großer Spannung erwartet. Bei 350 Patienten mit Harnblasenkrebs wurde die Harnblase in der RAZOR-Studie entweder konventionell-offen oder mit robotischer Unterstützung laparoskopisch entfernt.

 

Kernergebnis ist, dass sich das progressionsfreie Überleben der Patienten – der primäre Endpunkt – nicht unterscheidet. Jeweils rund 72% der Patienten waren nach zwei Jahren noch ohne Progression. Damit wurde die Nichtunterlegenheit des robotischen Eingriffs belegt. Auch bei den Nebenwirkungen gab es in der Gesamtschau keine Unterschiede zwischen den beiden operativen Vorgehensweisen.

 

In der Detailanalyse zeigen sich freilich einige Vorteile des robotischen Ansatzes. So waren robotisch operierte Patienten weniger lang im Krankenhaus, verloren weniger als halb so viel Blut und brauchten signifikant weniger intraoperative und postoperative Transfusionen. (Parekh DJ et al. Lancet 2018; 391:2525-36)

 

Text: Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM