Der Studie „EHealth Insights 2026“ der Berater:innen von _fbeta liegt eine Befragung von 4.150 deutschsprachigen Erwachsenen bis 75 Jahre zugrunde. Demnach nutzen derzeit 31 % Digital-Health Anwendungen in der regulären Versorgung, und weitere 53 % können sich das vorstellen. Dabei handelt es sich bisher überwiegend um administrative Anwendungen. So gaben 35 % an, die Online-Geschäftsstelle der Krankenversicherung zu nutzen, und 24 % nutzen Tools zur Terminbuchung oder Leistungserbringersuche. Anwendungen mit Versorgungsbezug, etwa therapiebegleitende Apps, digitale Schulungen oder digitale Therapien, spielen dagegen eine geringere Rolle. Off enheit gibt es aber: 56 % können sich vorstellen, digitale psychische Interventionen zu nutzen, 64 % eine digitale Therapiebegleitung und 71 % Telemonitoring.
Was könnte Noch-nicht-Nutzer:innen zur Nutzung von Digital-Health-Anwendungen bewegen? 84 % nannten ärztliche Empfehlungen als Treiber. Aber auch die Möglichkeit, sich autonom zu informieren sowie flexibel und terminunabhängig Leistungen wahrnehmen zu können, wurden positiv hervorgehoben. Gleichzeitig befürchten mehr als 60 % eine Überforderung durch permanente Gesundheitsinformationen, und ebenso viele zweifeln, ob die Digital-Health-Anwendungen individuell genug auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden können.
Zentrale Orientierungsgeber im Digital-Health-Dschungel sind weiterhin die Krankenversicherungen: Jede:r zweite Digital-Health-Nutzer:in wurde auf diesem Weg auf die Anwendung aufmerksam, nur etwas mehr als jede:r vierte durch Ärztinnen oder Ärzte bzw. Psychotherapeut:innen.
