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Health-IT |

Weißwurst statt Currywurst: DMEA wird bayerisch

Attraktiver Ort, identisches Zeitfenster: Die DMEA zieht 2027 nach München – und bleibt bei ihrem angestammten Termin Mitte April.

Bild: © Elena Schweitzer – stock.adobe.com, 41178879, Stand.-Liz.

Die DMEA 2026 in Berlin rückt näher. Doch gesprochen wird derzeit in Sachen Digital Health Events in Deutschland vor allem über 2027. Denn Messe Berlin und Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg), die beiden Partner, die die DMEA in den letzten Jahren gemeinsam groß gemacht haben, gehen künftig getrennte Wege.

 

Nachdem die Messe Berlin Ende Januar vorgeprescht war und für den 13. bis 15. April 2027 in Kooperation mit dem IT-Verband bitkom die Smart Health Europe als „internationale Kongressmesse zur Digitalisierung des Gesundheitswesens“ in der Hauptstadt angekündigt hatte, zieht der bvitg jetzt schneller nach, als viele erwartet hatten. Ein neuer Kooperationspartner wurde gefunden, und es ist die Messe München. Pikant dabei: Der Termin ist derselbe wie bei der Smart Health Europe. Auch die DMEA 2027 wird vom 13. bis 15. April stattfinden.  

 

Aus Sicht des bvitg dürfte das in der gegebenen Situation die mit Abstand beste Option gewesen sein: Der Standort München ist aus unterschiedlichen Gründen attraktiver als Leipzig, Hannover und Stuttgart, die ebenfalls in der Diskussion waren. München ist zumindest für weite Teile Deutschlands gut zu erreichen. Es ist nah an der Schweiz und Österreich und damit an sehr wichtigen Teilmärkten. Und die Stadt hat einen Flughafen, der international eher besser angebunden ist als der Berliner Flughafen, von Leipzig, Hannover und Stuttgart gar nicht zu reden.

 

Letzteres ist nicht unwichtig. Denn davon, ob die weitere Internationalisierung der DMEA gelingt, dürfte ihr mittelfristiger Erfolg abhängen. Zwar hatten es europäische Healthcare-IT-Events in der Vergangenheit schwer – man denke nur an die mäßig erfolgreiche Geschichte der HIMSS-Veranstaltungen in Europa. Gleichzeitig haben sich in den letzten Jahren aber insbesondere im KI-, Startup- und Plattform-Umfeld europäische Veranstaltungsformate etabliert, die durchaus funktionieren. Und diese Themen werden auch für das deutsche Gesundheitswesen immer wichtiger.

 

Dass es nun tatsächlich derselbe Termin wird, ist einerseits ein Wagnis. Andererseits hat der bvitg einigen Grund, in Sachen DMEA selbstbewusst zu sein. Alles andere als der angestammte Termin hätte nach außen hin wenig selbstbewusst gewirkt: „Die DMEA bleibt das Original und entfaltet [in München] ihr volles internationales Potenzial“, so lässt sich der neue bvitg-Geschäftsführer Sascha Raddatz in der gemeinsamen Pressemeldung von bvitg und Messe München zum DMEA-Umzug nach Bayern zitieren. Raddatz lobt München für seine „herausragende Infrastruktur“, „globale Vernetzung“ und „einzigartige Strahlkraft für die digitale Gesundheitswirtschaft“.

 

Die CEOs der Messe München, Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel, revanchieren sich, indem sie der DMEA „Qualität, Kompetenz und Innovationsaustausch auf höchstem Niveau“ bescheinigen. Verhandelt wurde der Vertrag für die DMEA in München von Dagmar Brandenstein, Geschäftsführerin der bvitg Service GmbH. In diesem Amt ist sie erst seit September 2025, für sie war es also eine ordentliche Feuerprobe. Die sie bestanden haben dürfte, zumindest sind einflussreiche bvitg-Mitgliedsunternehmen des Lobes voll. München mögen alle.

 

Weitere Informationen:

Pressemeldung des bvitg und der Messe München zur DMEA 2027 

 https://www.bvitg.de/dmea-findet-ab-april-2027-in-muenchen-statt/ 

 

Pressemeldung von bitkom und Messe Berlin zur Smart Health Europe 2027

Smart Health Europe: Messe Berlin und Bitkom starten internationale Kongressmesse zur Digitalisierung des Gesundheitswesens | Presseinformation | Bitkom e. V.