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Unternehmensnews |

Doctolib führt KI-Sprechstundenassistent als neue eigenständige Lösung ein

Weniger Schreibstunde, mehr Sprechstunde: Das europäische Health-Tech-Unternehmen Doctolib erweitert die Nutzungsmöglichkeiten seines neuen KI-Sprechstundenassistenten. Ab sofort können Ärzt:innen aller Fachgruppen die automatische Dokumentationslösung als Teil des Doctolib Patientenmanagements nutzen. Zuvor war die Funktion nur in Kombination mit der neuen Doctolib All-in-One-Praxissoftware verfügbar.

Der KI-Sprechstundenassistent dokumentiert Patientengespräche während der Sprechstunde und erstellt strukturierte Zusammenfassungen, die von Ärzt:innen bei Bedarf angepasst und am Ende bestätigt werden. Ärzt:innen können sich dadurch auf ihre Patient:innen konzentrieren, während die KI im Hintergrund zuhört und die Dokumentation übernimmt. Dies hilft, die Zufriedenheit der Patient:innen und die Effizienz in der Praxis zu steigern. Auf Nachfrage vieler Ärzt:innen gibt es den KI-Sprechstundenassistenten nun als eigenständige Lösung, sodass sich die Dokumentation per Copy-Paste in jedes bestehende System übertragen lässt.

 

Zeitersparnis bei der Dokumentation

In deutschen Arztpraxen wird viel Arbeitszeit für Schreibarbeit und Administration aufgewendet. Diese Zeit fehlt für die medizinische Versorgung. Gleichzeitig steigen Anforderungen an die Dokumentation, während der Fachkräftemangel zunimmt. Der KI-Sprechstundenassistent wurde mit über 500 Ärzt:innen für messbare Entlastung entwickelt. Die jüngsten Auswertungen zeigen: Eine ca. 2,5-minütige Dokumentation per Mitschreiben dauert mit KI nur noch ca. 30 Sekunden. Dies entspricht einer Zeitersparnis von bis zu 80 Prozent [1]. Ärzt:innen berichten zudem von positiven Effekten auf Zwischenmenschlichkeit und Interaktion mit Patient:innen. Meist verbessert sich auch die Dokumentationsqualität, da die KI selbst bei langen Gesprächen vollständige, klar sortierte Berichte erstellt.

 

Dr. Gilbert Büchner, Allgemeinarzt aus Berlin, nutzt den KI-Assistenten seit mehreren Monaten: „Der große Vorteil liegt nicht nur in der Zeitersparnis, sondern in der Zuwendung zum Patienten oder zur Patientin. Ich kann mich während der Konsultation voll auf das Gespräch konzentrieren, ohne nebenbei Notizen zu machen. Nach dem Gespräch liegt eine vollständige, strukturierte Dokumentation vor. Das verändert den Praxisalltag grundlegend."

 

Wie der KI-Sprechstundenassistent funktioniert

Nach Einwilligung der Patient:innen startet die Gesprächsaufzeichnung per Klick über das im PC integrierte oder ein externes Mikrophon. Die KI analysiert den Inhalt in Echtzeit und erstellt eine Zusammenfassung, die relevante Informationen strukturiert erfasst – inklusive Anamnese, Befund und Behandlungsplan. Die Dokumentation kann nach Prüfung und Bestätigung auf zwei Wegen in die Patientenakte übertragen werden: Nutzende der Doctolib-Praxissoftware erhalten eine Integration mit Ein-Klick-Validierung. Bei diesen schlägt die KI zudem passende ICD-10-Codes vor. Praxen mit anderen Systemen können die Zusammenfassung direkt per Copy-Paste übertragen. Die Lösung funktioniert auch für weitere Sprachen – wenn Patient:innen beispielsweise Englisch oder Türkisch sprechen, erstellt die KI eine deutsche Zusammenfassung.

 

Verfügbar ist der Sprechstundenassistent derzeit für alle Fachgruppen, unter anderem für Allgemeinmedizin, Dermatologie, Gynäkologie, HNO, Kardiologie, Neurologie, Orthopädie, Pädiatrie, Psychiatrie und medizinische Psychotherapie und Urologie. Für das zweite Quartal 2026 ist eine Erweiterung auf Zahnmedizin und weitere Gesundheitsberufe geplant.

 

Maud Pennaneac'h, Vice President Product bei Doctolib, erklärt: „In den vergangenen Monaten haben uns viele Ärzt:innen kontaktiert, die unseren Sprechstundenassistenten nutzen wollten. Nun können wir diese Nachfrage bedienen – sowohl im Rahmen unserer All-in-One-Praxissoftware als auch über das bestehende Doctolib Patientenmanagement. Unser Ziel ist es, Ärzt:innen Zugang zu modernsten KI-gestützten Werkzeugen zu geben, die sie im Praxisalltag spürbar entlasten."

 

Sicherheit und Datenschutz

Die Verarbeitung der Gesundheitsdaten erfolgt DSGVO-konform und Daten werden auf Servern in Deutschland und Frankreich gespeichert. Doctolib verfügt über die ISO 27001-Zertifizierung sowie die französische HDS-Zertifizierung (Hébergeur de Données de Santé) für das Hosting sensibler Gesundheitsdaten. Patientendaten bleiben unter Kontrolle der behandelnden Ärzt:innen und werden nicht an Dritte weitergegeben.

 

Einsatz der digitalen Lösung

Der KI-Sprechstundenassistent kann mit vierzig kostenfreien Konsultationen getestet werden. Die Lösung kann entweder über die kostenfreie Testversion von Doctolib oder als Ergänzung zum bestehenden Doctolib-Patientenmanagement eingesetzt werden.


Mehr Informationen: https://info.doctolib.de/ki-sprechstundenassistent/

 

Quellen
[1] Interne Doctolib-Studie mit über 500 Kund:innen verschiedener Fachrichtungen. Datenerhebung: September bis November 2025

 

Über Doctolib

Doctolib entwickelt seit 2013 Technologien, die medizinische Fachkräfte im Arbeitsalltag entlasten und ihnen mehr Zeit für ihre Patient:innen zurückgeben. In Europa nutzen mehr als 500.000 Gesundheitsfachkräfte digitale Lösungen von Doctolib, davon 120.000 in Deutschland. Zudem setzen 600 MVZ und Krankenhäuser in Deutschland Doctolib-Lösungen ein. Die All-in-one-Praxissoftware für Arztpraxen vereint Terminbuchung, Patientenaufnahme, sichere Kommunikation, elektronische Patientenakte und Abrechnung in einem System. Sie wird durch KI-Assistenten für administrative Aufgaben ergänzt. Der digitale Gesundheitsbegleiter des Health-Tech-Unternehmens bietet 90 Millionen Menschen in Europa, davon über 25 Millionen in Deutschland, über die App einfachen und sicheren Zugang zu Prävention und medizinischer Versorgung. Dies hilft Menschen, schneller die richtigen Fachärzt:innen zu finden, ihre Gesundheit besser zu verstehen und somit ein gesünderes Leben zu führen. Mit 3.000 Mitarbeitenden in mehr als 30 Städten arbeitet Doctolib jeden Tag mit medizinischem Fachpersonal zusammen, um die Zukunft des Gesundheitswesens mitzugestalten – dank zuverlässiger Technologie und hoher medizinischer Standards.