Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und Siemens Healthineers werden in der Präventionsmedizin enger
zusammenarbeiten. Im Rahmen eines Kooperationsvertrages entwickeln sie innovative Maßnahmen zur
Vermeidung von Krankheiten und zur Förderung von Gesundheit. Mit ihrer jeweiligen Expertise stärken die
Partner gemeinsam die Forschung sowie die klinische Translation von patientenorientierten
Vorsorgemaßnahmen.
Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, erklärt: „Prävention ist ein zentraler Bestandteil
unserer Strategie 2030 ‚Gesundheit neu Denken‘. Ziel der Charité ist es, dazu beizutragen, gesundheitliche
Risiken frühzeitig zu erkennen und Erkrankungen möglichst zu verhindern, um eine vorausschauende und
nachhaltige Versorgung zu ermöglichen. Die bestehende Partnerschaft zwischen der Charité und Siemens
Healthineers wird nun gezielt um den Bereich Prävention erweitert – ein zukunftsweisender Schritt zur
gemeinsamen Erforschung und Weiterentwicklung innovativer Versorgungskonzepte.“
„Wir freuen uns, unsere jahrzehntelange Partnerschaft mit der Charité weiter zu vertiefen und auf das
Gebiet der Prävention von Krankheiten zu erweitern. Gemeinsam wollen wir das Bewusstsein für
medizinische Vorsorge in Deutschland stärken, den Zugang zur bestmöglichen Versorgung verbessern und
wo immer möglich Krankheiten verhindern“, sagt Dr. Bernd Montag, CEO von Siemens Healthineers.
Zunächst wollen die Partner im Rahmen der Kooperation das Potenzial von moderner Prävention im Bereich
der Herzerkrankungen untersuchen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland, die laut Studien vermutlich bis zu 80 Prozent vermeidbar sind. Derzeit werden bei den
klinischen Routine-Untersuchungen häufig erst fortgeschrittene pathologische Veränderungen im Herz-
Kreislauf-System identifiziert. Hier sollen Screening-Programme sowie Risiko-Scores und Profile zur
Erkennung von Risikogruppen und zur Entwicklung von Präzisionstherapien entwickelt und schnellstmöglich
in die Praxis überführt werden. Neue Bildgebungstechniken können beispielsweise detailreichere und
präzisere Bilder generieren. Zusätzlich sollen fortschrittliche Bildverarbeitung und KI-basierte Tools
automatisiert auf diese Bilder angewendet werden. So können bereits beginnende risikoreiche, aber noch
revidierbare Veränderungen in den Gefäßen sichtbar gemacht und frühzeitig medizinische Interventionen
eingeleitet werden.
Charité und Siemens Healthineers werden jetzt gemeinsame Forschungsprojekte aufsetzen, um
beispielsweise durch neue Untersuchungs- und Behandlungsprotokolle die Patientinnen und Patienten KI-
unterstützt schneller und gezielter zu behandeln. Außerdem sollen KI-gestützte Bildgebungsverfahren,
Risikoprofile von Patientengruppen und personalisierte Versorgungsansätze untersucht und
weiterentwickelt werden und diese mittels wissenschaftlicher Studien untermauert werden. Für eine besser
Vorsorge sind gezielte Präventionsstrategien und Forschungen notwendig, die die öffentliche Gesundheit
deutlich verbessern, die Lebensqualität erhöhen und Gesundheitskosten senken können.
Zu den Forschungsprojekten gehört auch die Entwicklung sogenannter „Digitaler Zwillinge“. Bei diesen wird
eine digitale Kopie erstellt, die relevante Daten und Eigenschaften der „echten“ Person widerspiegelt.
Mithilfe dieses digitalen Zwillings lassen sich die individuellen Gesundheitszustände und Therapien
simulieren, präventive Ansätze und Behandlungsmöglichkeiten testen oder Krankheitsverläufe besser
verstehen.
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin zählt zu den größten Universitätskliniken Europas. Hier forschen, heilen und lehren Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen auf internationalem Spitzenniveau. Mehr als die Hälfte der deutschen Nobelpreisträger für Medizin und Physiologie stammen aus der Charité, unter ihnen Emil von Behring, Robert Koch und Paul Ehrlich. Die Charité ist zudem die gemeinsame Medizinische Fakultät von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin und wird weltweit als ausgezeichnete Ausbildungsstätte geschätzt. Auf insgesamt vier Campi verteilt sich die Berliner Universitätsmedizin, zu der mehr als 100 Kliniken und Institute gehören, die in 17 CharitéCentren gebündelt sind. Mit konzernweit mehr
als 24.000 Beschäftigten gehört die Charité zu den größten Arbeitgebern der Hauptstadt.
Aktuelle Kennzahlen unter Zahlen und Fakten: www.charite.de
Siemens Healthineers 2025
Siemens Healthineers leistet Pionierarbeit im Gesundheitswesen. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig. Das Unternehmen ist ein weltweiter Anbieter von Geräten, Lösungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Siemens Healthineers ist in mehr als 180 Ländern aktiv und in mehr als 70 Ländern direkt vertreten. Der Konzern besteht aus der Siemens Healthineers AG, gelistet in Frankfurt am Main unter SHL, und ihren Tochtergesellschaften. Als ein führendes Medizintechnikunternehmen setzt sich Siemens Healthineers dafür ein, den Zugang zu medizinischer Versorgung für unterversorgte Bevölkerungsgruppen weltweit zu verbessern und die schwerwiegendsten Krankheiten zu überwinden. Das Unternehmen ist vor allem in den Bereichen der Bildgebung, Diagnostik, Krebsbehandlung und minimalinvasiven Therapien tätig, ergänzt durch digitale Technologie und künstliche Intelligenz. Im Geschäftsjahr 2024, das am 30. September 2024 endete, hatte Siemens Healthineers rund 72.000 Beschäftigte weltweit und erzielte einen Umsatz von rund 22,4 Milliarden Euro.
Weitere Informationen finden Sie unter www.siemens-healthineers.com
