„Und was macht ihr da eigentlich beim bvitg?“ Diese Frage zeigt, wie erklärungsbedürftig Digitalisierung im Gesundheitswesen noch immer ist: zu komplex, zu reguliert, zu viele Akteure. Dabei wächst die E-Health-Branche jährlich um mehr als sechs Prozent, und digitale Lösungen gelten als Schlüssel für ein leistungsfähiges und zukunftssicheres Gesundheitswesen.
Gleichzeitig klaffen Anspruch und Realität oft auseinander. Ambitionierte Ziele treffen auf enge Fristen, offene Finanzierungsfragen und einen Regulierungsrahmen, der Innovation nicht immer fördert. Technische Entscheidungen haben weitreichende Folgen für die Versorgung – und werden nicht selten unter hohem Zeitdruck getroffen.
Hier kommt die Rolle eines Verbands wie des bvitg ins Spiel. Eine Interessenvertretung bündelt Expertise, ordnet komplexe Zusammenhänge und bringt die Perspektive der digitalen Gesundheitswirtschaft ein. Sie gibt einer vielfältigen Branche eine gemeinsame, konstruktive Stimme.
Was macht den bvitg aus? Drei Dinge sind zentral: Erstens das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder und der Geschäftsstelle. Zweitens die DMEA als Europas wichtigste Plattform für digitale Gesundheitsversorgung, Austausch und Dialog. Drittens unsere Überzeugung, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern Versorgung besser, effizienter und patientenzentrierter machen muss.
Mit neuen politischen Zuständigkeiten und dem Digitalgesetz ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diese relevanten Perspektiven einzubringen.
Autor:
Sascha Raddatz
bvitg-Geschäftsführer
