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Videosprechstunde: Wie sieht die weitere Entwicklung aus?

Die Videosprechstunde ist ja pandemiebedingt  salonfähig geworden. Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung ein?

Il y a quelque chose de plus puissant que la force brutale des baïonnettes: c‘est l‘idée dont le temps est venu et l‘heure est sonnée, sagte Aimard. Wir haben jetzt den Nutzen der Videosprechstunde gesehen, selbstverständlich auch die Grenzen, aber es kann keinen Zweifel geben, dass sie ein fester Bestandteil der Versorgung wird. Deswegen ist auch zu erwarten, dass ihre Anforderungen und Möglichkeiten weiterentwickelt werden und dass wir die Vorteile professioneller Leistungsanbieter nutzen müssen.


Die Videosprechstunde ist nicht nur eine ergänzende Arabeske des niedergelassenen Arztes, sie wird eine eigene Leistungskategorie mit eigenen telematischen Versorgungsanbieter:innen werden. Es ist Aufgabe der Medizin, hierfür Standards und Leitlinien zu entwickeln. Es ist Aufgabe der Politik, die Wirtschaftlichkeit dieser Leistungserbringung durch ausgewogene Vergütungsmodelle und eine intelligente Bedarfsplanung zu sichern, um dadurch eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden haus- und fachärztlichen Versorgung zu erreichen. Patient:innen, denen telematisch lege artis weitergeholfen werden kann, müssen nicht in einer Arztpraxis vorstellig werden. Dadurch entstehen Freiräume, die  für die Verbesserung der Qualität der Versorgung im unmittelbaren Patientenkontakt besser genutzt werden können. Hierin liegt eine wichtige Aufgabe für die nächste Legislaturperiode.

 

Autor:
Prof. Dr. med. Dr. iur. Christian Dierks ist Rechtsanwalt und Facharzt für Allgemeinmedizin in Berlin

Kommentare & Fragen:
christian.dierks(at)dierks.company