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Health-IT |

Künstliche Intelligenz im Sperrbezirk

Anforderungen, agentische KI und vom KIS separierte Datenplattformen stellen bisherige Business-Modelle von KIS-Anbietern zunehmend infrage. Gleichzeitig versuchen immer mehr Krankenhäuser, die eigene Rolle im KI-Zeitalter genauer herauszuarbeiten.

Bild: © Aliaksandra – stock.adobe.com, 2010699977, Stand.-Liz., generiert mit KI

Die Klinik-IT-Landschaft ist im Umbruch. „Ist das KIS tot?“, fragte Patrick Oestringer, einer der Geschäftsführer des klinischen KI-Unternehmens Averbis, kürzlich betont provokant auf LinkedIn. Oestringer sieht drei große Trends oder Entwicklungen, die den Markt der Krankenhaus-IT derzeit prägen. In Teilen spezifisch für den deutschsprachigen Raum, gibt es einen erheblichen Erneuerungsschub bei den KIS. Dem liegt vor allem die Abkündigung von SAP IS-H und im Gefolge das Ende des KIS i.s.h.med zugrunde. Viele Krankenhäuser werden dadurch gezwungen, sich in Sachen IT neu zu orientieren.


Bewegung in die Klinik-IT kommt darüber hinaus durch zwei große Trends, die nicht aufzuhalten scheinen. Da ist zum einen der vom Gesetzgeber eifrig befeuerte Trend hin zu mehr Flexibilität und größerer Offenheit. Er wird getrieben durch die zunehmende einrichtungsübergreifende Vernetzung und mehr noch durch die Notwendigkeit, datenbasiert zu arbeiten, weil die Mittel knapper und medizinische Versorgungsprozesse immer komplexer werden. Niederschlag findet dieser Trend in der großen Nachfrage nach klinischen Datenplattformen bzw. Clinical Data Repositories (CDR). CDR haben den Anspruch, unterschiedlichsten Anwendungen Daten diskriminierungsfrei zur Verfügung zu stellen. Dass es daran bei den Krankenhäusern großes Interesse gibt, sagt etwas aus über die real existierende Interoperabilität im deutschen Gesundheitswesen. Allen Lippenbekenntnissen zu mehr Offenheit und allen politischen Initiativen von ISiK bis Interoperabilitätspflicht zum Trotz: Es gibt weiterhin erhebliche Interoperabilitätsdefizite auf allen möglichen Ebenen.


„Paar Münzen einwerfen“
Dass die Digitalisierung dadurch zumindest in einigen Bereichen gehemmt wird, veranschaulichte beim Meeting am Mountain der Digitalen Avantgarde im Juni in Rottach-Egern am Tegernsee der Rechtsanwalt Dr. Jonas Asgodom von Bryan Cave Leighton Paisner (BCLP) anhand einiger Beispiel aus dem eigenen Beratungsalltag: „KIS-Hersteller verzerren den Wettbewerb dadurch, dass sie per Schnittstellen die Beschaffung steuern“, so Asgodom, auch er bewusst provokant. 


Eines seiner Lieblingsbeispiele sind Unit-Dose-Automaten. Hier ist der Markt relativ überschaubar, und es gibt enge Kooperationen zwischen einzelnen Herstellern und einzelnen IT-Anbietern. Werde statt des „eigenen“ ein „anderer“ Unit-Dose-Automat gewünscht, weil das Angebot attraktiver sei, dann koste so eine Schnittstelle schnell mal 70 000 Euro – und zwar auch dann, wenn die Schnittstelle bereits existiere. Das werde teilweise auch erstaunlich offenherzig kommuniziert, so Asgodom: „Einer sagte mir mal: Wenn man bei uns rein will, muss man halt ein paar Münzen einwerfen.“


Gemeinsam agieren kann helfen
Die Kundschaft, also die medizinischen Einrichtungen, müssten sich so ein Verhalten heute nicht mehr in gleicher Weise gefallen lassen wie früher, betonte Asgodom. Insbesondere bei geförderten IT-Projekten, etwa im Rahmen der KHZG-Förderung oder aktuell bei der Förderung per Krankenhaustransformationsfonds, werde Interoperabilität teilweise sehr explizit eingefordert. Die Krankenhausgeschäftsführer seien dann in der Verantwortung, diese Interoperabilität auch zu gewährleisten, wenn sie nicht in den Verdacht von Subventions­betrug kommen wollten. Den bei Förderprojekten üblichen Schlussverwendungsnachweis, so Asgodom, sollte als Geschäftsführer nur abzeichnen, wer sicher sei, dass die Anforderungen der Förderung auch erfüllt werden. 


Neben dem hartnäckigen Pochen auf Vertragstreue bzw. Einhalten der Förderrichtlinien ist Asgodom zufolge auch gemeinsames (Ver-)Handeln ein probates Mittel, um Druck aufzubauen. Hendrik Riedel von der Digital Avantgarde erinnerte in dem Zusammenhang an ein europäisches Land, in dem die größten Krankenhausträger kürzlich in einem gemeinsamen offenen Brief objektiv darstellten, warum sie aufgrund des Verhaltens eines speziellen Primärsystemherstellers die nationale eHealth-Strategie nicht umsetzen konnten.  Das habe den betreffenden Hersteller zum Einlenken bewegt.


CDR ist nicht gleich CDR
Der Trend zum Einsatz von CDRs führt unter anderem dazu, dass immer mehr KIS-Anbieter eigene CDRs anbieten. Das allerdings bedeutet nicht automatisch mehr Flexibilität und Offenheit gegenüber Fremdsystemen. Dass CDR nicht gleich CDR ist, wurde beim Meeting am Meer anhand der Ausführungen von Robert Baron deutlich, zuständig für IT und Medizintechnik am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg (UKRB).


„Wir wollen eine datenzentrierte Infrastruktur, um eine Basis für den KI-Einsatz zu haben“, so Baron. Dazu wurde ein Data Repository aufgebaut, das aber nicht funktioniert habe. Jetzt, im zweiten Anlauf mit einem anderen CDR, komme man deutlich besser voran. Das CDR der vitagroup soll am UKRB nicht nur klinische KI ermöglichen, es soll auch für die Qualitätssicherung und zur Unterstützung der medizinischen Forschung eingesetzt werden. Und es dient der Datenmigration im Rahmen der i.s.h.med-Ab­lö­-
sung: „Wir nutzen den Patient Viewer unseres CDR, um Altdaten einzusehen und nicht so viele Daten migrieren zu müssen“, so Baron. Auch die Ablösung eines Legacy-Systems kann also ein Argument für ein (leistungsfähiges) CDR sein. 


KI-Plattformen: Eine Bedrohung für KIS?
Der dritte KIS-Markttrend, den Pa­trick Oestringer in dem eingangs erwähnten LinkedIn-Beitrag identifiziert hatte, ist der Trend zur KI, beziehungsweise spezifisch zu agentischen KI-Plattformen. Diese fahren nicht mehr nur eng umschriebene Analysen, sondern sie bringen sich zunehmend als eine Art „Ersatz“ für klassische Nutzeroberflächen von klinischen IT-Systemen ins Spiel. Sie können das deswegen so gut, weil das stupide Ausfüllen schwer auffindbarer und/oder mühsam zu bedienender Textfelder schon seit vielen Jahren von denen, die die klinische Versorgung stemmen, abgrundtief gehasst wird. Mit den agentischen KI-Plattformen tritt nun ein Akteur auf den Plan, der antritt, hier Abhilfe zu schaffen.


Als Geschäftsführer eines klinischen KI-Unternehmens ist Oestringer diesbezüglich natürlich nicht neutral. Er ist aber nicht der Einzige im Markt, der diesen Trend sieht und der der Meinung ist, dass das erheblichen Einfluss auf den KIS-Markt haben wird. Michael Franz, lange Jahre Compu­Group Medical und jetzt seit mehreren Jahren Geschäftsführer des Beratungsunternehmens portal eins, sieht das ähnlich: „Viele etablierte KIS-Anbieter werden sich sehr schwertun in den nächsten Jahren. Gerade die etwas älteren Legacy-Systeme müssen sich nicht nur technologisch erneuern. Sie müssen sich auch an der Nutzeroberfläche komplett neu erfinden, wenn sie weiterhin mithalten wollen.“


Ohne tiefes Domänenwissen geht es nicht

Beim Meeting am Mountain war auch Maximilian Greschke anwesend, Gründer und Geschäftsführer von Recare. Es ist eines der Unternehmen, die agentische KI für die klinische Versorgung in Deutschland am entschiedensten vorantreiben – und das dazu auch vernehmbar auf vielen Kanälen kommuniziert. Recare fokussiert bisher auf das Entlassmanagement und auf Themen wie die Einbindung von Sozialdiensten, eine Nische mit hohem Bedarf, in der man vergleichsweise wenigen anderen Akteuren ernsthaft wehtut. 
Darüber hinaus ist der Markt der agentischen KI-Lösungen für Krankenhäuser im Moment noch überschaubar. Es gibt Averbis, es gibt MEQO aus Freiburg, das bisher stark auf die KI-gestützte Kommunikation zwischen Kliniker:innen bzw. zwischen Krankenhaus und Patient:innen fokussiert. Es gibt eine neue Kooperation von SAS und vitagroup, die im ersten Schritt auf das Thema Ressourcenplanung fokussiert. SAS bringt seine native, KI-hinterlegte Daten- und Analytikplattform ein, die vitagroup ihr KIS-anbieterunabhängiges CDR.


„Agentische KI-Plattformen versetzen letztlich die Fachleute aus den einzelnen Domänen in die Lage, selbst die Software zu bauen, die sie brauchen“, so Michael Franz. „Die Rechenzentren als Kathedralen des 21. Jahrhunderts werden dadurch ein bisschen infrage gestellt.“ Gleichzeitig, so Franz, brauche es aber gerade im Gesundheitswesen ein sehr tiefes Domänenwissen, um relevante Anwendungen überhaupt konzipieren zu können. Auch deswegen nehme das Thema allem Hype zum Trotz eher langsam Fahrt auf – und auch weil Interoperabilität ein Thema bleibe: „Nicht jede Anwendung braucht ein total sauberes FHIR-Interface, aber ganz ohne geht es halt auch nicht – vertrauenswürdige und verkehrsfähige Daten sind einfach das Fundament für alles.“


Angesichts all dieser Entwicklungen müssen sich Krankenhäuser, die derzeit ein KIS ausschreiben, nicht nur für ein Produkt entscheiden, sondern sich auch im Hinblick auf KI positionieren. Vielen Häusern fällt das noch relativ schwer. Und das dürfte einer von mehreren Gründen sein, warum die IS-H/i.s.h.med-bedingte Ausschreibungswelle zwar rollt, aber nicht ganz so gewaltig rollt, wie viele gedacht oder befürchtet hatten. Michael Franz wundert das nicht: „Wenn ich ein neues KIS bräuchte, wäre ich aufgrund der Dynamik in Regulatorik und Technologie nicht abschließend sicher, was ich im Moment in die Ausschreibung hineinschreibe. Auf dem klassischen Weg wird das eher nicht mehr funktionieren.“  


Agaplesion: Gute Erfahrungen mit Zentralem Dienst KI
Einige insbesondere größere Krankenhausakteure haben es sich auf die Fahnen geschrieben, an der KI-Zukunft der stationären Versorgung und damit an der künftigen IT-Architektur im Krankenhaussektor aktiv mitzuschreiben. Die Agaplesion gGmbH ist einer davon, das Universitätsklinikum Leipzig ist ein anderer. Beide haben beim Meeting am Meer von ihren strategischen KI-Aktivitäten berichtet – und die sind durchaus unterschiedlich. Agaplesion hat 2025 einen einrichtungsübergreifenden Zentralen Dienst KI ins Leben gerufen und sich damit zu einem der KI-Vorreiter in der hiesigen Krankenhauswelt gemacht. 


Fabian Lechner, Leiter des Zentralen Dienstes, berichtete von hohem Interesse in den diversen Häusern und Abteilungen des Konzerns: „Wir müssen die Leute nicht mehr motivieren. Die ‚Pain‘ von Finanzierung und Personalmangel treibt sie uns zu.“ Der Zentrale Dienst ist so aufgestellt, dass gemeinsam mit den Kliniken und Abteilungen potenziell interessante Anwendungen ausgewählt und dann pilotiert werden: „Wir werden nichts einführen, was wir nicht am Laufen gesehen haben“, so Lechner. Verläuft der Pilot überzeugend, dann wird das Tool konzernweit angeboten. Der Zentrale Dienst setzt einen Rahmenvertrag auf, und die Krankenhäuser können sich entscheiden, ob sie aufspringen. Am Ende führt das zu mehr Einheitlichkeit: Wer innerhalb des Konzerns KI bei der Arztbriefschreibung nutzen will, muss dann das pilotierte Tool nehmen. Nur so sei gewährleistet, dass die Anwendungslandschaft nicht unkontrolliert wuchere, was nicht zuletzt den IT-Service überfordern würde, so Lechner.


Das Spektrum der in unterschiedlichen Stadien der Evaluation und Pilotierung befindlichen Tools ist relativ breit. Neben der Arztbriefgenerierung sind Tools für die Aufenthaltsprognose, für automatische Dokumentation, für die Befundung in der Radiologie und für die Optimierung der Notaufnahmeversorgung in der Pipeline. Auch ein Wissens-Tool für Ärztinnen und Ärzte soll kommen, die Inbetriebnahme eines „AgaBot“ genannten, internen Chatbots des Unternehmens Timetoact wurde Ende Juli bekanntgegeben. Bei der automatischen Dokumentation gibt es aktuell mehrere Pilotprojekte an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Stadien. myScribe wird in Rotenburg evaluiert, Corti in Frankfurt, Dragon Co­pilot in Kassel und IDM in Bergedorf. Auf pflegerischer Seite wird die Spracherkennungs- und Dokumentationslösung von voize in mehreren Häusern eingeführt, außerdem eine Sturz- und Dekubitusüberwachung. 


Im Bereich supportive KI befinde sich derzeit der Microsoft Copilot im Rollout, berichtete Lechner. Der ist nicht ganz billig: 300 Lizenzen zu je 1 300 Euro für 3 Jahre. Das Ganze wird begleitet durch umfassende Schulungen potenzieller Nutzerinnen und Nutzer. Wer seine Lizenz zwei Monate nicht nutzt, dem wird sie wieder entzogen, damit sie anderweitig vergeben werden kann. Diese Regelung sei eine Herausforderung gewesen, berichtete Lechner in Rottach-Egern. Es habe intensive Diskussionen mit dem Betriebsrat gegeben – denn der fürchtete Arbeitsüberwachung.


Auch die Entwicklung neuer KI-Tools will der Zentrale Dienst KI unterstützen. Einer der Gewinner eines „Agathon“ genannten Start-up-Wettbewerbs war prismedi, eine Echtzeit-Fallprüfung für die Notaufnahme. Mittlerweile wurde ein Unternehmen ausgegründet. Agaplesion übernimmt hier die Rolle des Datenlieferanten und stellt auch Räume und Infra­struktur zur Verfügung. Bei allen positiven Wasserstandsmeldungen verschwieg Lechner die Schwierigkeiten nicht: „Wir haben ein bisschen Akzeptanzprobleme.“ Auch Schnittstellen zu KIS-Systemen seien ein Thema, außerdem unklare Zuständigkeiten. Bei Letzterem wurde jetzt insofern nachgesteuert, als das bisher beim Controlling angesiedelte Business Intelligence Team seit April stärker mit dem Zen­tralen Dienst KI vernetzt wird.


UKL: Eigene GPT-Plattform on-premise
Das Universitätsklinikum Leipzig geht an das Thema klinische KI etwas anders heran, wie Dr. Carina Cundius, Leiterin Analytics am UKL, und Björn Degenkolbe, Gründer und Geschäftsführer von 4K Analytics sowie von Greenbay Healthcare berichteten. In Leipzig wurden LLMs als ein Kernthema identifiziert. Man entschied sich, unter dem Namen UKL GPT eine UKL-eigene LLM-Plattform aufzusetzen, genauer ein komplett on-premise laufendes Retrieval-Augmented-Generation-(RAG)-System ohne ständigen Internetanschluss, das im Juni 2025 in den Pilotbetrieb und im Januar 2026 in den Live-Betrieb ging.


Dessen Funktionen würden jetzt kontinuierlich erweitert, so Cundius in Rottach-Egern. Ein Kernpunkt ist der Chatbot-basierte Zugriff auf die klinikinternen SOPs. Es gibt allgemeine Schreibunterstützungsfunktionen unterschiedlicher Art in mittlerweile 140 Sprachen. Unabhängig von den SOPs können zusätzliche Dokumente ­hochgeladen werden, beispielsweise AWMF-Leitlinien. Und weil parallel zum UKL-GPT-Aufbau auch noch das KIS der Uniklinik von i.s.h.med auf Meierhofer gewechselt wurde, werden auch Schulungsmaterialien und Handbücher über den Chatbot zugänglich gemacht. 


Unaufwendig war die Sache nicht. Es musste ein eigener Server mit Hochleistungsgrafikkarten beschafft werden. Der reicht für die derzeitigen Use Cases aus, aber natürlich beeinflusst die Infrastruktur die Größe der potenziell nutzbaren Modelle maßgeblich. Konkret können kleine Modelle, vor allem die Google-Modelle Gemma 4 und MedGemma, genutzt werden, für große Modelle reicht die Infrastruktur derzeit nicht. „Das führt schon dazu, dass Nutzerinnen und Nutzer bei Anfragen ohne Patientendaten auch andere Modelle nutzen“, sagte Cundius. Der begrenzte Scope führe auch dazu, dass Antworten zum Teil nicht zufriedenstellend seien. Ganz so zwanglos kommunizieren wie mit den „großen“ GPTs lässt sich mit dem UKL GPT nicht: „Keine Verbindung nach außen zu haben, ist eine Limitation, aber es ist auch Teil des Sicherheitskonzepts. Wir können dadurch mit Patientendaten arbeiten“, so Cundius.


Zwangsläufig wurde angesichts dessen in Rottach-Egern diskutiert, ob man sich durch die Entscheidung, die KI-Modelle on-premise laufen zu lassen, nicht unnötig Ketten anlegt. Maximilian Greschke wies darauf hin, dass die Qualität dessen, was mit On-premise-Installationen erreichbar sei, für viele praktische Zwecke wahrscheinlich nicht ausreiche, um die Nutzerinnen und Nutzer „vom Hocker zu hauen“. Zudem entwickele sich die Hardware so schnell weiter, dass sich Kosten-Nutzen-Fragen stellten. Souveräne Cloud-Konzepte sieht Greschke als eine Alternative, die ebenfalls das nötige Sicherheitsniveau gewährleiste. Souveränität heiße auch nicht automatisch „Open Source“. 


Fazit
Am Ende sind die Fragen, ob KI on-premise oder in der Cloud laufen, ob sie eine Open-Source-Architektur nutzen sollte oder nicht, Teil der sehr viel breiteren Diskussion über die Krankenhaus-IT-Architekturen der Zukunft – und wahrscheinlich wird es nicht die eine Antwort geben, sondern unterschiedliche Szenarien mit unterschiedlichen Herangehensweisen. In jedem Fall, so Hendrik Riedel von der Digital Avantgarde, müssten Krankenhäuser in Strukturen investieren, bei denen die Versorgungsexzellenz mit Datenvollständigkeit, Datenqualität und Datenverfügbarkeit auf ein neues Level gehoben werde. 


Mehr zum Thema?
Interview mit Dr. Lars Dannecker, Chief Technology Officer bei Mesalvo, über den aktuellen KIS-Markt und KI-Transformation im Krankenhaus:

https://e-health-com.de/details-news/ki-ohne-konsolidierte-daten-fuehrt-nur-zu-neuen-inselloesungen/